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Kann man als normaler Bürger Einfluss nehmen?
2. Themenblock der Fachtagung “MOVE!”

Augustine Ogwal, Farmer in Uganda © Lux

Augustine Ogwal, Farmer in Uganda © Lux

Von André Leslie. Er ist Volontär der Deutschen Welle. Als Konferenzreporter besuchte er die Fachtagung der Welthungerhilfe “MOVE! United for Sustainable Development”, vom 24. bis 25. April in Bonn.

Die Experten sind sich einig: internationale Regierungen müssen mehr Geld in die Agrarwirtschaft investieren, wenn sie wirklich Ernährungssicherheit für ihre Bevölkerung erreichen wollen. Aber kann man die Situation als normaler Bürger überhaupt beeinflussen?

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Internationale Konferenz „MOVE! United for Sustainable Development“, 24.-25. April in Bonn

Sie alle stehen für "MOVE! United for Sustainable Development". © Jung

Sie alle stehen für "MOVE! United for Sustainable Development". © Jung

Mit einem Film werden die Konferenzteilnehmer im ersten Themenblock von “MOVE!” eingestimmt: “Eigentlich habe ich dieses Regentagebuch begonnen, damit ich vorhersagen kann, wann es wieder regnet. Doch dann habe ich bemerkt, dass meine Aufzeichnungen einen negativen Trend zeigen: der Regen wird immer weniger”, erklärt der Bauer im Film “Desertification – The Impact of Climate Change on Small Scale Farmers in Burkina Faso” von Roland Brockmann. Die nächste Einstellung zeigt ein braches Feld, der Boden versalzen und staubtrocken. Der Bauer aus Burkina Faso stellt weiter fest: “Wir müssen mehr Bäume pflanzen, auch wenn wir diese mit Wasser gießen, das wir bezahlen müssen. Machen wir das nicht, wird die Erde beim nächsten Regenfall weggeschwemmt.”

Hier auf der Konferenz wird über den Einfluss des Klimawandels auf das Recht auf Nahrung gesprochen. Manash Gosh von der Ramakrishna Mission aus Indien; Alfred Sawadogo, Präsident von SOS-Sahel, aus Burkina Faso; Victor Campos vom Centro Humboldt aus Nicaragua – sie alle berichten, wie sich der Klimawandel auf den Erwerb von Nahrung und damit auf die Ernährung der Menschen in ihren Ländern auswirkt. Weiterlesen

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Hoffnung auf Regen im Sahel

Von der aktuellen Hungerkrise im Sahel sind sie besonders betroffen: Frauen und Kinder © Bretz

Von der aktuellen Hungerkrise im Sahel sind sie besonders betroffen: Frauen und Kinder © Bretz

Krise im Sahel – was das konkret bedeutet, habe ich auf meiner Fahrt ins Dorf Feneguene in der  Provinz BAM in Burkina Faso erfahren: Gemeinsam mit einem Kollegen aus unserem Büro und Mitarbeitern der langjährigen Partnerorganisationen Zood Noma bin ich in unser Millenniumsdorf Kongoussi gefahren. Gemeinsam mit der Bevölkerung prüfen wir, wie erfolgreich unsere bisherige Arbeit dazu beigetragen hat, die UN-Millenniumsziele zu erfüllen. Weiterlesen

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Hilfe für die Tuareg in Burkina Faso

Ute Latzke mit einem der Kinder der Tuareg, das in dem provisorischen Lager in Burkina Faso geboren wurde.

Ute Latzke mit einem der Kinder der Tuareg, das in dem provisorischen Lager in Burkina Faso geboren wurde.

Nothilfe in Burkina Faso – in den letzten Tagen habe ich erfahren, was das bedeutet. Zusammen mit Rüdiger Ehrler vom Nothilfeteam der Welthungerhilfe bin ich im Sahel unterwegs, um bei der Planung zur Bekämpfung der aktuellen Nahrungsmittelkrise mitzuarbeiten. Einige Stunden Fahrt entfernt von der Hauptstadt Ouagadougou liegt die kleine, staubige Provinzstadt Dori, von dort aus ging es weiter in den Norden nach Fererio in der Provinz Oudalan. Dort leben zurzeit etwa 20.000 Tuaregflüchtlinge. Sie haben sich hier, rund 30 Kilometer von der malischen Grenze entfernt, aus Angst vor Ausschreitungen in ihren Heimatregionen, in Sicherheit gebracht. Manche von ihnen harren hier schon seit mehr als sechs Wochen ohne jede Unterstützung aus. Weiterlesen

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Busan-Konferenz in Südkorea:
Eine Bewertung der neuen “Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit”

Busan-Konferenz: Schritte in die Richtige Richtung - Autobahn an der Grenze zu Südkorea © Belkin

Busan-Konferenz: Schritte in die Richtige Richtung - Autobahn an der Grenze zu Südkorea © Belkin

Busan-Konferenz in Südkorea: Eine Bewertung der neuen “Partnerschaft für wirksame EntwicklungszusammenarbeitIm BEXCO, dem Konferenzgebäude im südkoreanischen Busan, herrschte zum Abschluss festliche Stimmung: Der koreanische Premierminister pries das Ergebnis der Konferenz als einen historischen Moment. Und tatsächlich scheint die verabschiedete “Busan Partnerschaft für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit” ein Schritt in die richtige Richtung zu sein – wenngleich es auch politische “Kröten” zu schlucken gibt. Weiterlesen

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Schlussrunde in Durban:
Nur noch zwei Tage und eine lange Nacht

Viel zu tun in Durban: Delegierte auf der Klimakonferenz

Viel zu tun in Durban: Delegierte auf der Klimakonferenz © AFP/Getty Images

Es sind nur noch zwei Tage und vermutlich eine lange Nacht bis zum Ende der Konferenz hier in Durban. Mir fällt es immer schwerer einzuschätzen, wie gut am Ende das Ergebnis sein wird.

Inzwischen sind zumindest alle Minister angereist, die letzte Phase der Verhandlungen hat also begonnen. Die Delegationsbüros befinden sich im Erdgeschoss des Kongresszentrums, der umgebauten Tiefgarage. Ein Zeichen dafür, dass hier wirklich ernsthaft gearbeitet wird, versicherte die Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention. Denn luxuriös ist das in der Tat nicht. Beim Briefing in diesen Katakomben mussten wir Kopfhörer tragen, weil die Akustik so mies war – gegen die unerträgliche Hitze halfen sie nicht.
Heute haben wir die Rede der indischen Umweltministerin gehört. Jayanthi Natarajan ist eine beeindruckende Frau, die das Dilemma vieler armer Länder sehr gut auf den Punkt gebracht hat. Ihre Worte fanden vor allem bei den afrikanischen Vertretern viel Zustimmung.  Indien, so die Ministerin, werde einem global verbindlichen Vertrag nur zustimmen, wenn darin eine gerechte Verteilung der Lasten und Pflichten festgehalten sei. Weiterlesen

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Klimakonferenz in Durban:
Der Druck der Nichtregierungsorganisationen steigt

Durstlöschen mit Brunnenwasser

Tadschikistan 2011: Durstlöschen mit Brunnenwasser © Ohlenbostel

Bei der Klimakonferenz in Durban ist heute die 2. Verhandlungswoche angebrochen. Unser Team von der Welthungerhilfe hat Verstärkung bekommen: Vadim aus Tadschikistan, Nivedita aus Indien und Jasmin aus der Bonner Zentrale sind angekommen. Gemeinsam  verfolgen wir den Fortgang der Verhandlungen und setzen uns für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Armen bei der Klimakonferenz ein. Viel steht auf dem Spiel.

Mit den Kollegen aus unseren Projektländern tauschen wir uns darüber aus, wie der Klimawandel in den letzten Monaten unsere Arbeit erschwert hat. In Tadschikistan gibt es viele Trinkwasserprobleme, die Gletscher schmelzen und wir machen uns Sorgen, wie das in der Zukunft weitergehen soll. Indien leidet unter allem, was man als Folgen des Klimawandels beschreiben kann: Der Monsunregen ist ausgeblieben – mit katastrophalen Folgen für die Ernte. Der Meeresspiegel steigt und in Folge dessen versalzen in Westbengalen die Grundwasservorräte.

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Klimadiplomatie in Durban: Verfangen in nationalen Interessen

Kenia 2011: Die Dürre in Ostafrika wird durch den Klimawandel noch verstärkt.

Kenia 2011: Die Dürre in Ostafrika wird durch den Klimawandel noch verstärkt.

Kaum hat die UN-Klimakonferenz in Durban begonnen, sind die Verhandlungen zum Klimaschutz auch schon festgefahren. Das hatten wir bereits befürchtet. Dabei hatte alles so gut begonnen: Das Engagement der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus der ganzen Welt war bisher wirklich beeindruckend und die Südafrikaner haben die Konferenz toll organsiert.

Doch ausgerechnet die EU und Kanada haben hier in den ersten Tagen für Aufsehen und Verwunderung gesorgt. Zankapfel war zunächst die Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Kanada hat direkt klargestellt, dass es für eine zweite Verpflichtungsperiode nicht bereit sei. Die EU hat in das andere Horn gestoßen und erklärt, dass sie keine fünfjährige sondern eine achtjährige Verlängerung anstreben. Doch wenn sich die EU durchsetzt, wird die Verabschiedung eines neues Abkommens, das alle Länder umfasst, noch weiter nach hinten geschoben – nämlich bis 2020! Viele NGOs finden die Haltung der EU und Kanadas nicht nur unverständlich sondern auch unakzeptabel. Weiterlesen

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Spekulation auf Kosten der Hungernden

Mais wird immer öfter zu Treibstoff verarbeitet. © Lohnes

Mais wird immer öfter zu Treibstoff verarbeitet. © Lohnes

Liebe Leserinnen und Leser,

in Deutschland und anderen Industrieländern geben die Menschen durchschnittlich rund zehn Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Die wenigsten wissen, was es bedeutet, sich das Gemüse in der Auslage oder das Brot an der Theke nicht mehr leisten zu können. In Kenia, Somalia, Äthiopien und vielen anderen Ländern kennt man das Gefühl jedoch nur zu gut. Zwischen 50 und 80 Prozent ihres Einkommens investieren Menschen in Entwicklungsländern in Nahrungsmittel. 2008 gab es eine Welle des Protestes aufgrund gestiegener Nahrungsmittelpreise in zahlreichen ärmeren Ländern. Die Menschen haben ihrem Ärger und ihren Sorgen auf der Straße – teilweise auch gewaltsam – Luft gemacht. Damals waren die Preise hoch. Heute sind sie höher. Weiterlesen

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Tausende Menschen sind auf Hilfe angewiesen

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Jürgen Mika verteilt im Flüchtlingslager Dadaab Wasserkanister.

Jürgen Mika verteilt im Flüchtlingslager Dadaab Wasserkanister.

Seit zwei Wochen bin ich als Nothelfer nun in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Schon bevor ich hierher kam, wusste ich, dass Dadaab riesig ist und viele Menschen hier leben. Trotzdem war ich schockiert, als ich das Lager gesehen habe. Es ist trostlos: Mitten in der Wüste, nur  Dornenbüsche und unendlich viel Sand. Und es ist drückend heiß. Weiterlesen

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