
Hilfe zur Selbsthilfe: Die politische Glaubwürdigkeit reicher Industrieländer liest sich auch in ihrer partnerschaftlichen Solidarität mit Schwächeren. © Kaufhold
Liebe Leserinnen und Leser,
die Verhandlungen über den Bundeshaushalt stehen wieder einmal an. Wie jedes Jahr werden Politiker darüber streiten, in welchen Ressorts gekürzt werden muss und verteidigen ihre eigenen Budgets mit Klauen und Zähnen. Wie jedes Jahr stehen auch wieder die Gelder für Entwicklungshilfe auf dem Prüfstand. Und damit das so genannte „0,7 Prozent-Ziel“.
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Wann habe ich das letzte Mal bei einer Politikerrede geweint?
Das habe ich mich am Sonntag in Berlin gefragt, genauer gesagt bei der Verleihung des neuen Filmpreises des Bundesministeriums für Entwicklungszusammenarbeit im Arsenal-Kino am Potsdamer Platz, bei der Vorführung des grandiosen Filmes „Wind und Nebel“. Denn dieser poetische Film hat mich zu Tränen gerührt, und auch die Menschen um mich herum haben, wenn ich es richtig gehört habe, heimlich geweint. Weiterlesen →
Liebe Leserinnen, liebe Leser

Zusammen sind sie stark: Kooperativen wie „Millennium“ sind gegenüber einzelnen Bauern klar im Vorteil, weil sie besser produzieren und ihre Ware direkt am Weltmarkt anbieten können. ©Rosenthal
Eine Woche waren wir, die Sängerin Annett Louisan, der Generalsekretär von TransFair Dieter Overath, und ich, im westafrikanischen Sierra Leone unterwegs. Vor einigen Tagen habe ich in diesem Blog bereits von den Kakaobauern in Kenema erzählt, von Bockarie Vande, der nach dem schrecklichen Bürgerkrieg seine Kakaopflanzen erst wieder aufpäppeln musste, und der Kooperative EFMCA, in der Bauern gemeinsam für eine bessere Zukunft arbeiten.
Heute, wieder zu Hause, lasse ich den Rest der Reise noch einmal Revue passieren, auf der wir so viel über Kakao und die Situation der Bauern vor Ort gelernt haben. Weiterlesen →
Liebe Leserinnen und Leser,

Wieder müssen viele Menschen im Norden Sri Lankas ihre Häuser und Felder verlassen. Die Lehmhütten können dem Regen nicht standhalten, die Bewohner sind verzweifelt.
Das Schicksal meint es nicht gut mit den Menschen im Norden Sri Lankas. Nach 26 Jahren Bürgerkrieg und Flucht konnten die Überlebenden im letzten Jahr endlich in ihre Dörfer zurückkehren. Viel Mut brauchte es dazu und einen starken Willen, wieder aufzubauen, was zerstört wurde. Sie haben zusammen gehalten, gemeinsam neue Häuser errichtet, alte Brunnen repariert, Schulen und Straßen gebaut und auf den Feldern, die viele Jahre brach lagen, neu ausgesät. Jetzt sollte die Arbeit Früchte tragen, zum ersten Mal sollte wieder geerntet werden. Doch die Felder sind überschwemmt, die Erträge sind in vielen Gegenden durch den starken Regen zerstört, der seit Dezember Dörfer, Straßen und Äcker unter Wasser setzt. Weiterlesen →

Bauer Bockarie Vande berichtet Wolfgang Jamann über den Wiederaufbau der Kakaoplantage nach dem Krieg und die Gründung der Kooperative EFMCA. © Rosenthal
Sierra Leone – lange Zeit weckte das kleine westafrikanische Land düstere Assoziationen zu ‚Blutdiamanten’ und einem der brutalsten Konflikte der letzten 50 Jahre. Wer jetzt wie wir nach Sierra Leone reist und noch den langen Bürgerkrieg vor Augen hat, erlebt eine positive Überraschung. Hier an der Atlantikküste hat ein armes, aber viel versprechendes Land endlich die Vergangenheit hinter sich gelassen und sich viel für die Zukunft vorgenommen! Weiterlesen →
Dear Reader,

Babita Sinah presenting the "Handbuch Welternährung" in Berlin.
Food is the neediest affair or a matter of luxury in the life of people: depending on their financial and social well-being. In developed countries I experienced a high concern on the consumption of good and organic food which is full of micronutrients, whereas in developing countries the primary concern of the government as well as the people is to produce more and more staple food. Weiterlesen →
Liebe Leserinnen und Leser,

Stück für Stück werden die zerstörten Häuser und Straßen neu aufgebaut © Coulanges
erinnern Sie sich noch daran, was Sie am 12. Januar 2010 taten, als Sie von dem verheerenden Erdbeben in Haiti erfuhren? Ich sehe alles noch ganz genau vor mir: Wie das Telefon klingelte und meine Welthungerhilfe-Kollegen mich über die Katastrophe informierten. Weiterlesen →
Liebe Freundinnen und Freunde der Welthungerhilfe,
ein hartes, intensives Jahr geht zu Ende, in dem – so schien es oft – ein Ereignis das nächste gejagt hat. Stand nicht eben erst Afrika im Zentrum der Aufmerksamkeit, bei einer Vuvuzela-verlärmten Fußball-WM? Und die Flut in Pakistan – ist das Wasser eigentlich schon abgeflossen? Und Haiti? Wirklich schon ein Jahr her, das furchtbare Erdbeben – und gleich danach die Wirbelstürme, die Cholera, die Gewalt. Ein Land, das alleine schon überfordern kann, durch die Vielzahl der schwierigen und schrecklichen Ereignisse. Und ist da nicht auch noch der Sudan, der Kongo, Afghanistan…? Unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in diesem Jahr so manches Mal an die Grenze der Belastung und darüber hinaus gelangt. Aber es hat sich gelohnt, denn wir konnten auch unglaublich viel bewegen. Weiterlesen →
In letzter Minute ist es der mexikanischen Präsidentschaft bei den Klimaverhandlungen tatsächlich gelungen, den teilnehmenden Staaten einen Kompromiss abzuringen. In den Vereinbarungen von Cancún werden erstmals freiwillige Emissionsziele von Industriestaaten und Entwicklungsländern (darunter China) anerkannt. Außerdem wurde das Erreichen des 2 Grad Zieles und die Einrichtung eines Grünen Klima Fonds beschlossen. Industrieländer haben zugesagt bis 2012 30 Milliarden US-Dollar für Anpassung und Minderung zur Verfügung zu stellen, wobei Anpassungsmaßnahmen für besonders gefährdete Länder, wie zum Beispiel die Inselstaaten, Priorität haben. Für eine längerfristige Finanzierung sollen bis 2020 jährlich 100 Milliarden US-Dollar bereit gestellt werden. Weiterlesen →
Seit mehr als einer Woche verhandeln Delegierte aus der ganzen Welt im mexikanischen Cancún über Klimaschutzfragen. Eines steht schon jetzt fest: Eine internationale Einigung auf verbindliche Klimaschutzziele wird auch bei dieser UN-Konferenz nicht zustande kommen. Weiterlesen →