
Welthungerhilfe-Mitarbeiterin Annika Kögler und Viva con Agua auf dem Southside Festival. © Kögler
Kaum hat es angefangen, da ist es auch schon wieder vorbei – das Southside Festival 2011 vom 17. bis 19. Juni in Neuhausen op Eck. Aber toll war es, so wie jedes Jahr. Und nass – wie auch schon in den letzten drei Jahren.
Das hat jedoch weder mich noch die Mädels und Jungs von Viva can Agua davon abgehalten hinzufahren und die tollen Headliner zu genießen. Weiterlesen →

Auch Monate nach der Flutkatastrophe in Pakistan sind die Opfer auf Hilfe von außen angewiesen. Die Tötung Osama bin Ladens durch ein amerikanisches Einsatzkommando darf die internationale Solidarität nicht gefährden. © Grossmann
Schon wieder blickt die Weltgemeinschaft gebannt auf Pakistan. Das Land kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen. Waren es im Sommer 2010 die zerstörerischen Folgen der Flut, die die Welt in Atem hielt, ist es in diesen Tagen die spektakuläre Tötung von Osama bin Laden durch die amerikanischen Navy Seals. Viele Fragen werden jetzt zu Recht gestellt. Ist die Erschießung von Amerikas Staatsfeind Nr. 1 völkerrechtlich legitim? Muss jetzt weltweit mit Racheakten gerechnet werden? Warum konnte Osama bin Laden solange unerkannt und scheinbar unbehelligt in Abbottabat in unmittelbarer Nähe zum pakistanischen Militär ein privilegiertes Leben führen? Und auch die vielfach zu beobachtenden Jubelstürme angesichts der Tötung eines Menschen verursachen Unbehagen, bei allem Verständnis für die tiefen Wunden, welche al-Qaida in der Welt geschlagen hat. Weiterlesen →

Zeichen der Hoffnung in Pakistan: Grüne Weizenfelder versprechen den Flutopfern eine gute Ernte. Die Welthungerhilfe und ihre pakistanischen Partner planen weitere Hilfe. © Kopp
Eine Reise nach Pakistan stand schon seit vielen Monaten auf meinem Plan. Als Vorstandsmitglied der Welthungerhilfe bin ich für unsere Hilfsprojekte und Programme im Ausland verantwortlich. Und dieses Mal hat mich unsere Internetredaktion dazu angehalten, über meine Reise und meine Arbeit zu bloggen.
Pakistan ist für uns von großer Bedeutung, weil es geographisch und politisch eine besondere Rolle einnimmt. Als unmittelbarer Nachbar zu Afghanistan und Indien ist die Entwicklungszusammenarbeit hier immer eine besondere Herausforderung. Zudem leisten wir dort seit der Flutkatastrophe im letzten Sommer wichtige Überlebenshilfe. Weiterlesen →

Der Traum von einem eigenen Staat wird im Südsudan wahr. Zubeyda Kuku vor der Flagge ihres Landes. © Tsegaye
Es war immer nachts. Kaum Lichter zu sehen “Links unter uns sehen Sie Khartum”, sagte der Pilot aus dem Cockpit, und jedes Mal kam in mir die Sehnsucht auf, einfach auszusteigen, hinunterzugleiten und anzukommen in der großen, unbekannten, im Dunkeln versunkenen Stadt, die tagsüber sicher ganz anders sein würde: laut und lebendig…
Ich war bis heute nicht in Khartum, der Hauptstadt des Sudan. Des bislang größten afrikanischen Staates. Des Staates auf der Weltkarte, in dem sich gerade eine kleine Revolution vollzieht– das Land wird kleiner und ist mitten in einem aufregenden, einem elektrisierenden Umbruch. Ein neuer Staat entsteht. Der Südsudan wird nach Jahren zweier brutaler Bürgerkriege, nach Friedensverhandlungen und immer wieder gebrochenen Waffenstillständen, nach einem überwältigend deutlichen Referendum im Januar, am 9. Juli offiziell für unabhängig vom Norden des Landes erklärt. Bisher gab es einzelne Kämpfe an den Grenzen, aber angesichts der blutigen Vergangenheit verlief die Entwicklung seit Abschluss des Friedensvertrags vor über fünf Jahren erstaunlich friedlich. Ein Ereignis, das Beachtung verdient auf einem Kontinent, der allzu oft mit Kriegen und Katastrophen die Schlagzeilen bestimmt. Wir werden Zeugen der Geburt einer neuen Nation. Zum zweiten Mal werden die kolonialen Grenzen in Afrika neu gezogen. Weiterlesen →
Ein Interview mit Rüdiger Ehrler, Nothelfer bei der Welthungerhilfe

Bisher haben geschätzte 130.000 Flüchtlinge aus der Elfenbeinküste das Nachbarland Liberia erreicht. Hinter der Grenze warten sie auf den Transport in eines der Flüchtlingslager.
Die Meldungen aus der Elfenbeinküste zeichnen ein immer dramatischeres Bild von der Lage im Land. Andauernde Kämpfe zwischen Anhängern des bisherigen Machthabers Laurent Gbagbo und dem gewählten Präsidenten Alassane Ouattara veranlassen immer mehr Menschen, die Elfenbeinküste zu verlassen. Viele von ihnen fliehen in die Nachbarländer Liberia und Mali. Weiterlesen →
Ein Interview mit Welthungerhilfe-Landeskoordinator Achim Apweiler

Fast 2000 Menschen starben durch die Flut in Pakistan, etwa 21 Millionen wurden obdachlos. Nun kehren die Überlebenden in ihre Häuser zurück und beginnen mit dem Wiederaufbau. © Botelli
Es ist kein Geheimnis: Immer sind es die großen Katastrophen, die die Augen der Öffentlichkeit auf Länder wie Haiti, Pakistan oder jetzt Japan lenken. Nach ein paar Wochen flaut das Interesse ab, die Menschen beschäftigen sich mit neuen Ereignissen und die Betroffenen geraten wieder in Vergessenheit. Die Arbeit der Hilfsorganisationen geht jedoch weiter. Denn unsere Aufgabe ist es, den Menschen langfristig zu helfen – um zukünftige Katastrophen zu verhindern oder ihre fatalen Schäden für die Betroffenen zu mindern. Weiterlesen →
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Die Bevölkerung trägt mit ihrer Arbeit erheblich zum Gelingen der Wasserprojekte in Äthiopien bei.
Äthiopien wird als der “Wasserturm” Afrikas bezeichnet. Hauptgrund dafür ist, dass der Blaue Nil im Tana-See auf dem äthiopischen Hochland entspringt. Dieser schlängelt sich von Äthiopien durch den Sudan und Ägypten bis zum Mittelmeer. Der Fluss war mit seinen Wassermassen und seinem fruchtbaren Schlamm die Lebensader für die ägyptische Hochkultur in der Antike, und bis heute ist er die existenzielle Grundlage für die Wüstenstaaten Sudan und Ägypten. Und wie steht es um das Wasser in Äthiopien, das Land direkt an der Quelle?
Ernüchternd. Obwohl Äthiopien über immense Wasserressourcen verfügt, hat nur etwa ein Viertel der ländlichen Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Weiterlesen →
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Erst das Erdbeben, dann der Tsunami, und jetzt die atomare Bedrohung: Die Welthungerhilfe leidet mit den zahllosen Opfern. © REUTERS/Kim-Kyung-Hoon
Wie viele von Ihnen verbringe ich meine Tage und Nächte wo immer möglich am Fernsehschirm. Die Katastrophe von Japan ist von solcher Unvorstellbarkeit, dass die Sprache davor versagt. Wir leiden mit den zahllosen Opfern, wir zittern mit den “Tapferen 50″, die ihr Leben geben, um das Schlimmste zu verhindern. Jeden Tag, jede Stunde sehen wir neue Bilder von verzweifelten Menschen, die unter Hunger, Durst und Kälte leiden – und unter der Angst vor dem atomaren Super-GAU. Weiterlesen →

Die Idee klingt verlockend: Agrartreibstoffe schaffen neue Einkommensquellen und senken gleichzeitig den Ausstoß von Treibhausgasen. Eine Illusion. © Grossmann
Die Politik hofft noch immer darauf, die Agrartreibstoffe als Universalwaffe einsetzen zu können: Gegen die Abhängigkeit von Erdöl, für den Klimaschutz, als neue Einkommensquelle für Millionen Bauern weltweit. Diese großen Erwartungen haben sich aber schon heute als Illusion entpuppt. Es sind vor allem die immensen Mengen an Agrarrohstoffen, die zur Erfüllung von Biokraftstoffquoten gebraucht werden, die einen Strich durch das politische Kalkül machen. Weiterlesen →

Ausgelassene Stimmung bei den Vorbereitungen zum Karneval in Jacmel.
Kleine Jungen springen verschmitzt auf die Stoßstangen langsam vorbeifahrender Jeeps, bücken sich, um von den Fahrern nicht entdeckt zu werden, und fahren ein Stückchen mit durch die haitianische Hauptstadt Port au Prince. In der brütenden Hitze sitzen Händler am Straßenrand und bieten Altkleider aus den USA an. Weiterlesen →