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	<title>Welthungerhilfe Blog</title>
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	<description>Welthungerhilfe Blog</description>
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		<title>Busan-Konferenz in Südkorea:Eine Bewertung der neuen &#8220;Partnerschaft für wirksame Entwicklungszusammenarbeit&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 15:24:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BirgitDederichsBain</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Ländliche Entwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Busan-Konferenz in Südkorea: Eine Bewertung der neuen &#8220;Partnerschaft für wirksame EntwicklungszusammenarbeitIm BEXCO, dem Konferenzgebäude im südkoreanischen Busan, herrschte zum Abschluss festliche Stimmung: Der koreanische Premierminister pries das Ergebnis der Konferenz als einen historischen Moment. Und tatsächlich scheint die verabschiedete &#8220;Busan &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/busan-konferenz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1896" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/busan-konferenz/"><img class="size-full wp-image-1896      " title="Busan-Konferenz: Schritte in die Richtige Richtung - Autobahn an der Grenze zu Südkorea © Belkin" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/NKOR2010BEL040_5001.jpg" alt="Busan-Konferenz: Schritte in die Richtige Richtung - Autobahn an der Grenze zu Südkorea © Belkin" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Busan-Konferenz: Schritte in die Richtige Richtung - Autobahn an der Grenze zu Südkorea © Belkin</p></div>
<p>Busan-Konferenz in Südkorea: Eine Bewertung der neuen &#8220;Partnerschaft für wirksame EntwicklungszusammenarbeitIm BEXCO, dem Konferenzgebäude im südkoreanischen Busan, herrschte zum Abschluss festliche Stimmung: Der koreanische Premierminister pries das Ergebnis der Konferenz als einen historischen Moment. Und tatsächlich scheint die verabschiedete &#8220;Busan Partnerschaft für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit&#8221; ein Schritt in die richtige Richtung zu sein &#8211; wenngleich es auch politische &#8220;Kröten&#8221; zu schlucken gibt.<span id="more-1877"></span></p>
<p><strong>Um was ging es in Busan?</strong></p>
<p>Nach langen Verhandlungen wurde am 7. Dezember 2011 die neue globale &#8220;Busan Partnerschaft für eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit&#8221; aus der Taufe gehoben. Ein Ergebnis, dass die meisten Vertreter von Nichtregierungsorganisationen mit gemischten Gefühlen aufnahmen. Mit der Vereinbarung konnte das Hauptziel der Veranstaltung &#8211; zwar noch erreicht werden. Aber der Preis dafür war hoch: Für Kooperationen zwischen Schwellenländern und Entwicklungsländern, so genannte, Süd-Süd-Kooperation, gelten jetzt andere Grundlagen als für Kooperationen zwischen Entwicklungs- und Industrieländern. Letztere stützen sich auf Werte und Prinzipien wie Menschenrechte und Beteiligung der Zivilgesellschaft. Für &#8220;Süd-Süd&#8221; gelten diese Werte und Prinzipien hingegen nur &#8220;freiwillig&#8221; &#8211; ein Lump, der da an Chinas Menschenrechtspolitik denkt.</p>
<p><strong>Errungenschaften der Busan-Konferenz</strong></p>
<p>Doch es gab auch eindeutige Fortschritte in Busan: Endlich ist im Abschlussdokument von &#8216;democratic ownership&#8217; &#8211; also der Einbindung aller entwicklungspolitischen Akteure auf nationaler Ebene &#8211; die Rede. Damit wird ein breiteres Eigenverantwortungsprinzip verankert. Ein Erfolg, denn dafür hat sich die Welthungerhilfe im Verbund mit der Alliance2015 seit langem eingesetzt. Bis dato galt das Konzept der &#8216;country ownership&#8217;, das nur die staatlichen Akteure anspricht und andere &#8211; wie eben Nichtregierungsorganisationen &#8211; nicht mit ins Boot holt. Jetzt ist die Entwicklungszusammenarbeit eindeutig breiter aufgestellt.</p>
<p>Ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist das Umdenken bei dem bisher engen technischen Verständnis von Hilfe. Ab jetzt gilt ein breiteres Verständnis von &#8216;Entwicklung&#8217;: die development effectiveness&#8217;. Dieses Konzept beruht auf Rechten und Beteiligung. Entwicklungshilfe ist hier nur ein Instrument von vielen, denn auch andere Politikbereiche, wie Handel und Wirtschaft sollen verstärkt einbezogen werden. Bei der Umsetzung ist allerdings darauf zu achten, dass das neue Credo von Wirtschaftswachstum und Privatsektor zur Ankurbelung von Entwicklung diesen Rechtsansatz nicht aushöhlt. So ist es okay, wenn Firmen bei der Ausgestaltung und Umsetzung von Entwicklungsprogrammen mitwirken sollen &#8211; nur darf dies nicht auf Kosten demokratischer Entscheidungsprozesse geschehen. Hier sind wir Nichtregierungsorganisationen zur aufmerksamen Beobachtung gefordert.</p>
<p>Ein erfreuliches Ergebnis ist auch, dass dem Drängen der Entwicklungsländer gefolgt wurde, die Nutzung der Ländersysteme als Standard zu stärken. So sollen künftig also die Abwicklungs-, Verwaltungs- und Finanzmanagementsysteme des Empfängerlandes unterstützt werden. Gleichzeitig werden damit Parallelstrukturen bei der Projektabwicklung vermieden.</p>
<p><strong>Wie geht’s weiter?</strong></p>
<p>Klar ist, dass die Busan-Partnerschaft einen Einstieg in ein neues &#8220;Entwicklungszeitalter&#8221; mit alten und neuen Akteuren wie dem OECD DAC, den BRICs (Brasilien, Russland, Indien, China), dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft bedeutet. Hier hat der Aufbau einer neuen Architektur für Entwicklungszusammenarbeit begonnen. In den nächsten Monaten geschieht die konkrete Ausarbeitung.</p>
<p>Aus der Sicht der Zivilgesellschaft wollte man eine neue Entwicklungsarchitektur schaffen. Grundlage sollte eine partizipative Organisation mit klaren Rechenschaftsmechanismen und hoher Legitimität sein. Dabei sollte auch das UN Forum für Entwicklungskooperation stärker einbezogen werden. Doch de facto wird es jetzt wohl eher auf einen simplen Koordinationsmechanismus hinauslaufen.</p>
<p>Entscheidend ist auch hier die bisher noch offene Ausgestaltung: Wer trifft sich wann mit wem in dieser neuen Partnerschaft? Welches Mandat soll sie haben und wie wird umgesetzt bzw. kontrolliert? Welche Initiativen werden verbindlich verabredet? Welche Vorstellungen haben die Bundesregierung und die EU hierzu? Wie wird die Zivilgesellschaft, die ja in Busan zum ersten Mal gleichrangig mit am Verhandlungstisch saß, miteinbezogen? Werden ihre Anliegen tatsächlich berücksichtigt oderwerden sie nur eine Agenda legitimieren, die nicht die ihre ist? All diese Kriterien sind aus unserer Sicht entscheidend für den Erfolg der neuen Busan-Partnerschaft &#8211; im Sinner der Menschen, die in Armut leben!</p>
<p>Doch auch wir, als Zivilgesellschaft, werden uns an unserer Fähigkeit, die neue Busan-Partnerschaft mit Leben zu erfüllen, messen lassen müssen. Wird es uns gelingen, demokratische zivilgesellschaftliche Prozesse auf nationaler Ebene zu initiieren, um auch Nichtregierungsorganisationen aus den Entwicklungsländern einzubinden? Wenn wir den Busan-Konsens als ein Instrument nutzen, kann uns dies der Welt, wie wir sie uns wünschen, ein Stück näher bringen!</p>
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		<title>Schlussrunde in Durban: Nur noch zwei Tage und eine lange Nacht</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2011 14:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MichaelKuehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Ländliche Entwicklung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind nur noch zwei Tage und vermutlich eine lange Nacht bis zum Ende der Konferenz hier in Durban. Mir fällt es immer schwerer einzuschätzen, wie gut am Ende das Ergebnis sein wird. Inzwischen sind zumindest alle Minister angereist, die &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/klimekonferenz-schlussrunde-in-durban/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/klimekonferenz-schlussrunde-in-durban"><img class="size-full wp-image-1851     " title="Viel zu tun in Durban: Delegierte auf der Klimakonferenz © AFP/Getty Images" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Durban_Delegates_AFP_Getty_Images_500.jpg" alt="Viel zu tun in Durban: Delegierte auf der Klimakonferenz" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Viel zu tun in Durban: Delegierte auf der Klimakonferenz © AFP/Getty Images</p></div>
<p>Es sind nur noch zwei Tage und vermutlich eine lange Nacht bis zum Ende der Konferenz hier in <strong>Durban</strong>. Mir fällt es immer schwerer einzuschätzen, wie gut am Ende das Ergebnis sein wird.</p>
<p>Inzwischen sind zumindest alle Minister angereist, die letzte Phase der Verhandlungen hat also begonnen. Die Delegationsbüros befinden sich im Erdgeschoss des Kongresszentrums, der umgebauten Tiefgarage. Ein Zeichen dafür, dass hier wirklich ernsthaft gearbeitet wird, versicherte die Generalsekretärin der <strong>Klimarahmenkonvention</strong>. Denn luxuriös ist das in der Tat nicht. Beim Briefing in diesen Katakomben mussten wir Kopfhörer tragen, weil die Akustik so mies war &#8211; gegen die unerträgliche Hitze halfen sie nicht.<br />
Heute haben wir die Rede der indischen Umweltministerin gehört. <strong>Jayanthi Natarajan</strong> ist eine beeindruckende Frau, die das Dilemma vieler armer Länder sehr gut auf den Punkt gebracht hat. Ihre Worte fanden vor allem bei den afrikanischen Vertretern viel Zustimmung.  Indien, so die Ministerin, werde einem global verbindlichen Vertrag nur zustimmen, wenn darin eine gerechte Verteilung der Lasten und Pflichten festgehalten sei.<span id="more-1845"></span></p>
<p>Die <strong>Industrieländer </strong>müssten zunächst ihre historische Schuld begleichen, und dazu gehöre unabdingbar eine zweite Verpflichtung Emissionen zu reduzieren. Starke Worte fand sie, als sie auf die Bedeutung des <strong>Klimaschutzabkommens </strong>für Indien zu sprechen kam: Anders als in den Industrieländern, in denen die Erhaltung des Lebensstandards im Vordergrund stehe, ginge es in Indien für die meisten Menschen um das schlichte Überleben. Indien selbst werde sich auch ohne Abkommen an die Selbstverpflichtungen halten: Bis 2020 will das Land mit eigenen finanziellen Mitteln seine <strong>Emissionen </strong>um 25 Prozent senken.</p>
<p>Aus Sicht der <strong>EU </strong>geht es genau anders herum. Einer zweiten Verpflichtungsperiode zur Reduzierung der Emissionen will sie nur zustimmen, wenn <strong>Indien</strong>, <strong>China </strong>und die <strong>USA </strong>sich zumindest auf ein Mandat für ein global verbindliches Abkommen einigen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_1869" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Durban_Roettgen_picture-alliance_dpa_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1869" title="Umweltminister Norbert Röttgen in Durban" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Durban_Roettgen_picture-alliance_dpa_500-150x150.jpg" alt="Umweltminister Norbert Röttgen in Durban © picture-alliance/dpa" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Umweltminister Norbert Röttgen in Durban © picture-alliance/dpa</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong>Umweltminister Röttgen</strong>, der inzwischen auch in Durban eingetroffen ist, wies darauf hin, dass es ohne Mandat eigentlich keine zweite Verpflichtungsperiode geben dürfe. Die EU sei schließlich nur noch für 15 Prozent der gesamten Emissionen verantwortlich. Nach dem Motto: Besser keine zweite Verpflichtungsperiode als eine absolut ungenügende. Er betonte eine &#8220;Allianz der Willigen&#8221; erhöhe den Druck auf die <strong>USA</strong>, <strong>Russland</strong>, <strong>Japan </strong>und <strong>Kanada</strong>. Tatsächlich hatten die Chinesen gestern  angedeutet, dass sie einem globalen Abkommen zustimmen könnten. Geliefert haben sie noch nicht &#8211; Andeutungen eben.</p>
<p>Röttgens Konstrukt ist sehr theoretisch. Wenn überhaupt, wird es erst nach 2020 etwas umgesetzt, viel zu spät für die meisten <strong>Entwicklungsländer</strong>. Und was konkret nach 2012 passiert ist noch völlig offen.</p>
<p>Immerhin bot der deutsche Umweltminister in seiner viel beachteten Rede vor dem Plenum hier in Durban an, dass der &#8220;<strong>Green Climate Fund</strong>&#8221; in Deutschland seinen Sitz haben könnte, und legte nach: Deutschland zahlt schon mal 40 Millionen Euro in den Fonds ein. Dafür erntete er Extraapplaus.</p>
<p>Licht am Ende des Tunnels? Nein! Es bewegt sich einfach viel zu wenig in Durban. Aber noch laufen die Verhandlungen ja.</p>
<p>Mehr Informationen:<br />
Besuchen Sie auch unser <a href="http://www.welthungerhilfe.de/klima-spezial.html">Klimaspezial</a><strong>.<br />
</strong>Harold Williams bloggt auf <a href="http://123wir.org/de/projekte/durban-klimakonfrenz/blog/1-tag-der-klimakonferenz-von-harald-williams/">123WIR.com </a>von unserer Partnerorganisation in Sierra Leone.</p>
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		<title>Klimakonferenz in Durban: Der Druck der Nichtregierungsorganisationen steigt</title>
		<link>http://www.welthungerhilfe-blog.de/klimawandel/klimakonferenz-durban-druck-der-nichtregierungsorganisationen-steigt/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 09:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MichaelKuehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Klimakonferenz in Durban ist heute die 2. Verhandlungswoche angebrochen. Unser Team von der Welthungerhilfe hat Verstärkung bekommen, Vadim aus Tadschikistan, Nivedita aus Indien und Jasmin aus der Bonner Zentrale sind angekommen. Gemeinsam  verfolgen wir den Fortgang der Verhandlungen und setzen uns für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Armen bei der Klimakonferenz ein. Viel steht auf dem Spiel.  <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/klimawandel/klimakonferenz-durban-druck-der-nichtregierungsorganisationen-steigt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1807" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/klimawandel/klimakonferenz-durban-druck-der-nichtregierungsorganisationen-steigt/"><img class="size-full wp-image-1807  " title="Tadschikistan 2011: Durstlöschen mit Brunnenwasser © Ohlenbostel" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/TJK2007OHL064_Ohlenbostel.jpg" alt="Durstlöschen mit Brunnenwasser" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Tadschikistan 2011: Durstlöschen mit Brunnenwasser © Ohlenbostel</p></div>
<p>Bei der <strong>Klimakonferenz in Durban</strong> ist heute die 2. Verhandlungswoche angebrochen. Unser Team von der Welthungerhilfe hat Verstärkung bekommen: Vadim aus Tadschikistan, Nivedita aus Indien und Jasmin aus der Bonner Zentrale sind angekommen. Gemeinsam  verfolgen wir den Fortgang der Verhandlungen und setzen uns für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen der Armen bei der Klimakonferenz ein. Viel steht auf dem Spiel.</p>
<p>Mit den Kollegen aus unseren Projektländern tauschen wir uns darüber aus, wie der <strong>Klimawandel</strong> in den letzten Monaten unsere Arbeit erschwert hat. In <strong>Tadschikistan </strong>gibt es viele<strong> Trinkwasserprobleme</strong>, die Gletscher schmelzen und wir machen uns Sorgen, wie das in der Zukunft weitergehen soll. Indien leidet unter allem, was man als Folgen des Klimawandels beschreiben kann: Der Monsunregen ist ausgeblieben &#8211; mit katastrophalen Folgen für die Ernte. Der Meeresspiegel steigt und in Folge dessen versalzen in Westbengalen die Grundwasservorräte.<img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><img title="Weiterlesen..." src="../wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><span id="more-1799"></span>Mit den Kollegen aus unseren Projektländern tauschen wir uns darüber aus, wie der Klimawandel in den letzten Monaten unsere Arbeit erschwert hat. In Tadschikistan gibt es viele Trinkwasserprobleme, die Gletscher schmelzen und wir machen uns Sorgen, wie das in der Zukunft weitergehen soll. Indien leidet unter allem, was man als Folgen des Klimawandels beschreiben kann: Der Monsunregen ist ausgeblieben &#8211; mit katastrophalen Folgen für die Ernte. Der Meeresspiegel steigt und in Folge dessen versalzen in Westbengalen die Grundwasservorräte.</p>
<div id="attachment_1817" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/IND2007WSC001_Schaefers_150.jpg"><img class="size-full wp-image-1817   " title="IND2007WSC001_Schaefers_150" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/IND2007WSC001_Schaefers_150.jpg" alt="Blick auf die Stadt Neu Delhi von der alten Moschee aus gesehen. " width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die indische Metropole Neu Delhi © Schaefers</p></div>
<p>Wenn ich höre, was unsere Kollegen und die anderen angereisten Vertreter aus den<strong> Entwicklungsländern </strong>berichten, ist es umso frustrierender zu beobachten, dass es hier in Durban keinen wesentlichen Fortschritt für den <strong>Klimaschutz</strong> geben wird. Vor allem die USA, China und Indien müssen sich bewegen und ihre Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren. China hat gestern sogar einen überraschenden Schritt auf die EU zugemacht und sich für eine 2. Verpflichtungsperiode ausgesprochen. Aber sie müssen das auch hinter verschlossenen Türen sagen, denn da wird entschieden.</p>
<p>Der Druck der <strong>Nichtergierungsorganisationen</strong> auf die Verhandler nimmt zu. Letzte Woche hat das <strong>Climate Action Network</strong> (CAN) &#8211; zu dem wir gehören &#8211; den Polen den &#8220;fossil of the day&#8221; verliehen. Der Preis &#8220;honoriert&#8221; jeden Tag das Land mit der klimafeindlichsten Politik. Die polnische Verhandlungsleitung hat sich bei CAN darüber beschwert und eine Entschuldigung gefordert. Grund für die Verleihung des Preises war die Unterstützung eines Kongresses der Kohleindustrie in Polen, der den Stempel der polnischen Regierung trug. Einen Tag später erklärten die polnischen Vertreter, man hätte das polnische Emblem ohne Zustimmung und Wissen der Regierung benutzt, es habe sich um einen Irrtum gehandelt. Das Beispiel zeigt ganz gut, dass wir doch nicht so hilflos sind, wie es manchmal aussieht und durchaus etwas bewegen können.</p>
<p>Auch die Erklärung der EU, dass sie ohne China und Indien keiner Verlängerung des <strong>Kyoto-Protokolls</strong> zustimmen wird hat zu viel Protest geführt. CAN kommentierte dies kritisch in einem Artikel in der Konferenzzeitschrift &#8220;ECO&#8221; (www.climatenetwork.org/eco-newsletters). Darüber waren die Europäer so erbost, dass sie um ein klärendes Gespräch baten. Wir konnten unsere Kritik an der <strong>Position der EU</strong> sehr deutlich machen. Auch das zeigt das Gewicht der Zivilgesellschaft. Und es ist ein positives Signal für uns, dass sich unser Einsatz hier in Durban lohnt &#8211; auch wenn die Erfolge bisher klein geblieben sind.</p>
<p>Mehr Informationen:<br />
Besuchen Sie auch unser <a href="http://www.welthungerhilfe.de/klima-spezial.html">Klimaspezial</a><strong>.<br />
</strong>Harold Williams bloggt auf <a href="http://123wir.org/de/projekte/durban-klimakonfrenz/blog/1-tag-der-klimakonferenz-von-harald-williams/">123WIR.com </a>von unserer Partnerorganisation in Sierra Leone.</p>
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		<title>Klimadiplomatie in Durban: Verfangen in nationalen Interessen</title>
		<link>http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/klimadiplomatie-in-durban-verfangen-in-nationalen-interessen/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 09:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MichaelKuehn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum hat die UN-Klimakonferenz in Durban begonnen, sind die Verhandlungen zum Klimaschutz auch schon festgefahren. Das hatten wir bereits befürchtet. Dabei hatte alles so gut begonnen: Das Engagement der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus der ganzen Welt war bisher wirklich beeindruckend und die Südafrikaner haben die Konferenz toll organsiert.

Doch ausgerechnet die EU und Kanada haben hier in den ersten Tagen für Aufsehen und Verwunderung gesorgt. Zankapfel war zunächst die Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Kanada hat direkt klargestellt, dass es für eine zweite Verpflichtungsperiode nicht bereit sei. Die EU hat in das andere Horn gestoßen und erklärt, dass sie keine fünfjährige sondern eine achtjährige Verlängerung anstreben. Doch wenn sich die EU durchsetzt, wird die Verabschiedung eines neues Abkommens, das alle Länder umfasst, noch weiter nach hinten geschoben – nämlich bis 2020! Viele NGOs finden die Haltung der EU und Kanadas nicht nur unverständlich sondern auch unakzeptabel. <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/klimadiplomatie-in-durban-verfangen-in-nationalen-interessen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1774" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Michael-Kühn-Blog-Kenia-5001.jpg"><img class="size-full wp-image-1774 " title="Michael-Kühn-Blog-Kenia-500" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Michael-Kühn-Blog-Kenia-5001.jpg" alt="Kenia 2011: Die Dürre in Ostafrika wird durch den Klimawandel noch verstärkt. " width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Kenia 2011: Die Dürre in Ostafrika wird durch den Klimawandel noch verstärkt.</p></div>
<p style="text-align: left;">Kaum hat die <strong>UN-Klimakonferenz in Durban</strong> begonnen, sind die Verhandlungen zum Klimaschutz auch schon festgefahren. Das hatten wir bereits befürchtet. Dabei hatte alles so gut begonnen: Das Engagement der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus der ganzen Welt war bisher wirklich beeindruckend und die Südafrikaner haben die Konferenz toll organsiert.</p>
<p>Doch ausgerechnet die <strong>EU </strong>und <strong>Kanada </strong>haben hier in den ersten Tagen für Aufsehen und Verwunderung gesorgt. Zankapfel war zunächst die Verlängerung des <strong>Kyoto-Protokolls</strong>. Kanada hat direkt klargestellt, dass es für eine zweite Verpflichtungsperiode nicht bereit sei. Die EU hat in das andere Horn gestoßen und erklärt, dass sie keine fünfjährige sondern eine achtjährige Verlängerung anstreben. Doch wenn sich die EU durchsetzt, wird die Verabschiedung eines neues Abkommens, das alle Länder umfasst, noch weiter nach hinten geschoben – nämlich bis 2020! Viele NGOs finden die Haltung der EU und Kanadas nicht nur unverständlich sondern auch unakzeptabel.<span id="more-1757"></span></p>
<div id="attachment_1775" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Michael-Kühn-Blog-Keniaerde.jpg"><img class="size-full wp-image-1775 " title="Michael-Kühn-Blog-Keniaerde" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/Michael-Kühn-Blog-Keniaerde.jpg" alt="So sehen große Gebiete Ostafrikas aus." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgetrocknetes Flussbett in Kenia.</p></div>
<p>Für <strong>Entwicklungsländer </strong>ist das alles sowieso viel zu langsam. Sie leiden am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels und haben am wenigsten Mittel zur Verfügung, um ihre Einwohner vor den lebensbedrohlichen Folgen zu schützen. Deshalb ist ihre Position klar und ihre Forderungen besitzen eine hohe Dringlichkeit: Sie brauchen dringend eine zweite Verpflichtungsperiode und verbindliche Zusagen zu<strong> CO2 Reduzierungen </strong>durch die Industriestaaten. Doch einmal mehr werden die Entwicklungsländer zum Spielball der großen Staaten.</p>
<p>Die Haltung der <strong>EU </strong>ist nicht hilfreich für den Fortgang der Verhandlungen und die Beseitigung der drängenden Probleme: Sie könnte mutig eine <strong>Vorreiterrolle </strong>einnehmen und der Welt zeigen, wie echter <strong>Klimaschutz </strong>aussehen kann. Stattdessen stellt nun auch die EU China und anderen Entwicklungsländern heftige Bedingungen, an denen ein Folgeabkommen vermutlich scheitert. Hintergrund für diese europäischen Forderungen sind die wirtschaftlichen Interessen Polens, die mit der starken Abhängigkeit des Landes von seiner Kohleindustrie zusammenhängen. Und da <strong>Polen </strong>demnächst die EU-Präsidentschaft innehaben wird, sind die Positionen des Landes von besonderem Gewicht.</p>
<p>Bei dem derzeitigen Verlauf der Konferenz ist der einzige verbindliche internationale Vertrag über die <strong>Reduzierungen von Kohlenstoffemissionen</strong> in Gefahr. Ohne die Unterstützung der EU werden die <strong>Entwicklungsländer </strong>ihre berechtigten Interessen gegen die USA, China, Russland, Kanada und Japan nicht durchsetzen können. Und die EU steht in der Auseinandersetzung mit ökonomisch aufstrebenden Staaten wie Südafrika, Brasilien und Indien alleine da. Ob sich dieser Knoten noch bis Ende nächster Woche lösen lässt, ist mehr als fraglich.</p>
<div id="attachment_1783" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/PAK2010BOT-150.jpg"><img class="size-full wp-image-1783" title="PAK2010BOT-150" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/PAK2010BOT-150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Folge des Klimawandels? Die Flut in Pakistan 2010. © Bottelli</p></div>
<p>Eine &#8211; allerdings wenig positive &#8211; Entscheidung ist in Durban bereits gefallen. Der <strong>Austragungsort </strong>für die nächste Klimakonferenz im Jahr 2012 steht fest: Es ist das <strong>Emirat Kaatar</strong>. Diese Entscheidung wurde von den Entwicklungsländern zähneknirschend hingenommen. Als Mitglied der OPEC und drittgrößtes Erdgas exportierendes Land scheint Katar wirklich nicht dafür prädestiniert, eine Konferenz zum Schutz des Klimas abzuhalten. Die Forderungen der arabischen Welt in Durban helfen nicht, das Klima zu schützen, sondern dienen ihren eigenen wirtschaftlichen Interessen. So fordern sie für etwaige Einstellungen der <strong>Erdölförderung </strong>Kompensationszahlungen von den Industrieländern. Kaatars Wohlstand basiert wie der anderer arabischer Staaten ausschließlich auf dem Verkauf von Erdöl und auf anderen nicht erneuerbaren Ressourcen. Ein Schub in Richtung Klimaschutz und gesellschaftlicher Transformation zu <strong>nachhaltigem Wirtschafte</strong>n wird von Kaatar mit Sicherheit nicht ausgehen.</p>
<p style="text-align: left;">Es sieht bisher wirklich nicht gut aus für den internationalen Klimaschutz. </p>
<p style="text-align: left;">Viele Grüße aus Durban</p>
<p style="text-align: left;">Ihr Michael Kühn</p>
<p style="text-align: left;">Mehr Informationen:<br />
Besuchen Sie auch unser <a href="http://www.welthungerhilfe.de/klima-spezial.html">Klimaspezial</a><strong>.<br />
</strong>Harold Williams bloggt auf <a href="http://123wir.org/de/projekte/durban-klimakonfrenz/blog/1-tag-der-klimakonferenz-von-harald-williams/">123WIR.com </a>von unserer Partnerorganisation in Sierra Leone.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Spekulation auf Kosten der Hungernden</title>
		<link>http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/spekulation-auf-kosten-der-hungernden-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 08:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BaerbelDieckmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanz- und Hungerkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger und Ernährung]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, in Deutschland und anderen Industrieländern geben die Menschen durchschnittlich rund zehn Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Die wenigsten wissen, was es bedeutet, sich das Gemüse in der Auslage oder das Brot an der Theke nicht &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/spekulation-auf-kosten-der-hungernden-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1746" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/10/SLE-mais-LOHN_500.jpg"><img class="size-full wp-image-1746" title="SLE-mais-LOHN_500" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/10/SLE-mais-LOHN_500.jpg" alt="Mais wird immer öfter zu Treibstoff verarbeitet. © Lohnes" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Mais wird immer öfter zu Treibstoff verarbeitet. © Lohnes</p></div>
<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<p>in Deutschland und anderen Industrieländern geben die Menschen durchschnittlich rund zehn Prozent ihres Einkommens für <strong>Nahrungsmittel</strong> aus. Die wenigsten wissen, was es bedeutet, sich das Gemüse in der Auslage oder das Brot an der Theke nicht mehr leisten zu können. In Kenia, Somalia, Äthiopien und vielen anderen Ländern kennt man das Gefühl jedoch nur zu gut. Zwischen 50 und 80 Prozent ihres Einkommens investieren Menschen in <strong>Entwicklungsländern </strong>in Nahrungsmittel. 2008 gab es eine Welle des Protestes aufgrund gestiegener Nahrungsmittelpreise in zahlreichen ärmeren Ländern. Die Menschen haben ihrem Ärger und ihren Sorgen auf der Straße – teilweise auch gewaltsam – Luft gemacht. Damals waren die Preise hoch. Heute sind sie höher.<span id="more-1719"></span></p>
<p>Im Februar diesen Jahres meldete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) den historischen Höchststand der Lebensmittelpreise. Nie waren Grundnahrungsmittel wie Weizen, Mais und Reis teurer. Die Auswirkungen sind insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen verheerend. Sie müssen mehr ausgeben für ihre täglichen Mahlzeiten, essen daher noch weniger und können sich andere lebenswichtige Dinge wie <strong>Gesundheitsversorgung</strong> und Bildung nicht mehr leisten.</p>
<p>Der aktuelle <a href="http://www.welthungerhilfe.de/whi2011.html" target="_blank">Welthunger-Index</a>, den die Welthungerhilfe jedes Jahr gemeinsam mit den Partnerorganisationen <strong>IFPRI</strong> und <strong>Concern </strong>herausgibt, nennt drei Hauptgründe: die wachsende Bedeutung von <strong>Agrartreibstoffen</strong>, die Folgen des <strong>Klimawandels </strong>sowie die Spekulation mit Agrargütern an den Börsen .</p>
<p>Gerade die Spekulation mit Nahrungsmitteln hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt. Je mehr Geld auf dem Markt ist, desto attraktiver wird die Branche für <strong>Spekulationen</strong>. Anleger versprechen sich schnelle hohe Profite, indem sie auf steigende oder fallende Preise von Agrarprodukten spekulieren. Und ihre Rechnung geht auf. Das Problem: Indem sie ebenso schnell Aktien kaufen wie sie sie wieder verkaufen, verstärken diese Anleger die Schwankungen des Preises zusätzlich.</p>
<p>So bestimmen immer weniger Angebot, Nachfrage und Lagerbestände den Preis von Weizen oder Mais, sondern zunehmend das Anlageverhalten an den internationalen Börsen. Eine Regulierung der Finanzmärkte sowie die Verpflichtung zu mehr Transparenz sind dringend geboten.</p>
<p>Was Hunger bedeutet, erlebt die Welt gerade am <strong>Horn von Afrika</strong>: Mehr als 13 Millionen Personen<strong> </strong>sind von der Katastrophe betroffen. Und auch anderswo leiden die Menschen an Unterernährung &#8211; fast eine Milliarde sind es mittlerweile weltweit. Eine stille <strong>Hungerkatastrophe</strong>, die unbeachtet von den Medien und von der Politik überall auf der Welt stattfindet und Mütter, Väter und Kinder in Entwicklungsländern trifft. Wie Florence Muoki aus Kenia, die ihre Kinder nicht mehr zur Schule schicken kann, weil die Nahrungsmittelpreise so gestiegen sind, dass alle beim Gemüseanbau helfen müssen. Deshalb setzt sich die Welthungerhilfe dafür ein, dass der Profit eines Einzelnen niemals höher bewertet wird als das <strong>Recht von Milliarden Menschen auf Nahrung</strong>.</p>
<p>Ihre<br />
Bärbel Dieckmann</p>
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		<title>Tausende Menschen sind auf Hilfe angewiesen</title>
		<link>http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/tausende-menschen-sind-auf-hilfe-angewiesen/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 11:33:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>JuergenMika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre Ostafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Krise & Katastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Dadaab]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Mika]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und liebe Leser, Seit zwei Wochen bin ich als Nothelfer nun in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager der Welt. Schon bevor ich hierher kam, wusste ich, dass Dadaab riesig ist und viele Menschen hier leben. Trotzdem war ich schockiert, &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/tausende-menschen-sind-auf-hilfe-angewiesen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und liebe Leser,</p>
<div id="attachment_1677" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/mika_5002.jpg"><img class="size-full wp-image-1677" title="Jürgen Mika verteilt im Flüchtlingslager Dadaab Wasserkanister." src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/mika_5002.jpg" alt="Jürgen Mika verteilt im Flüchtlingslager Dadaab Wasserkanister." width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Jürgen Mika verteilt im Flüchtlingslager Dadaab Wasserkanister.</p></div>
<p>Seit zwei Wochen bin ich als Nothelfer nun in <strong>Dadaab</strong>, dem größten <strong>Flüchtlingslager</strong> der Welt. Schon bevor ich hierher kam, wusste ich, dass Dadaab riesig ist und viele Menschen hier leben. Trotzdem war ich schockiert, als ich das Lager gesehen habe. Es ist trostlos: Mitten in der Wüste, nur  <strong>Dornenbüsche</strong> und unendlich viel Sand. Und es ist drückend heiß. <span id="more-1618"></span>Fast 400.000 Menschen leben in den drei Camps, die zu Dadaab gehören, täglich kommen etwa 1.500 neue dazu. Ein Flüchtlingslager diesen Ausmaßes habe ich zuvor noch nie gesehen, dabei arbeite ich seit fünf Jahren im <strong>Nothilfeteam</strong> und war schon bei vielen großen Katastrophen im Einsatz.</p>
<p>Man muss es sich vor Augen halten: Hier leben so viele Menschen wie in einer deutschen <strong>Großstadt</strong>. Ähnlich wie in einer echten Stadt gibt es auch in Dadaab Straßen, Wasserversorgung, Sanitäranlagen, Handwerksbetriebe, Händler, sogar  Telefonläden, in denen man sich Karten für sein <strong>Mobiltelefon</strong> kaufen kann. Diese Infrastruktur hat sich in den vergangenen 20 Jahren entwickelt, seit es die Lager gibt. Auf der Flucht vor dem <strong>Bürgerkrieg</strong> in <strong>Somalia</strong> sind in den letzten zwei Jahrzehnten ca. 300.000 Menschen nach Dadaab geflohen. Es gibt tatsächlich Leute, die schon 20 Jahre in Dadaab leben und  seit ihrer Ankunft auf die Nahrungsmittelversorgungen der <strong>Hilfsorganisationen </strong>angewiesen sind. Hinzu kommt eine ganze Generation von Kindern, die hier geboren ist. Selbst versorgen können sich die Bewohner der Camps um Dadaab nicht –als Flüchtlinge haben sie keine <strong>Arbeitserlaubnis</strong> und damit auch keine Chance, eigenes Geld zu verdienen.</p>
<div id="attachment_1681" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/zelt_150.jpg"><img class="size-full wp-image-1681 " title="Ein Zelt in Dadaab." src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/zelt_150.jpg" alt="Ein Zelt in Dadaab." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Zelt in Dadaab.</p></div>
<p>In den vergangenen sechs Wochen sind zusätzlich 80.000 Dürreflüchtlinge angekommen. Eine Zeltstadt in der Wüste, keine Möglichkeit zu arbeiten und erst mal keine Perspektive, dass sich etwas an diesem Status ändert. Es sind keine schönen Umstände, die die Menschen hier erwarten.  Und dennoch: immer mehr Somalis kommen nach Dadaab, weil sie hier etwas erhalten, was sie in ihrer Heimat nicht haben: Eine <strong>Grundversorgung</strong> mit <strong>Trinkwasser</strong>, <strong>Nahrungsmitteln</strong> und <strong>Hygieneartikeln</strong>.</p>
<p>Weil in den vergangenen Wochen so viele neue Flüchtlinge nach Dadaab gekommen sind, unterstützt die Welthungerhilfe die Organisationen, die unter Leitung des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (<strong>UNHCR</strong>) schon länger hier tätig sind. Seit letzter Woche verteile ich mit den Kollegen unserer italienischen Partnerorganisation <strong>CESVI</strong> Wasserkanister und Seife an die Neuankömmlinge. Wir werden in den nächsten Tagen 6.000 <strong>Hygienepakete</strong> an etwa 24.000 Menschen ausgeben. Bis Ende des Jahres wird die Welthungerhilfe mit Verteilungen zusätzlicher Hygienepakete rund  65 Prozent des Bereiches <strong>WASH</strong> abdecken, das ist die Versorgung im <strong>Wasser-, Sanitär- und Hygienebereich</strong>. In den nächsten Wochen rechnen wir mit insgesamt  180.000 Menschen die sich nach Dadaab flüchten, diese Menschen wollen wir mit unseren Hygienepaketen  erreichen.</p>
<div id="attachment_1688" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/dadaab_verteilung_150.jpg"><img class="size-full wp-image-1688" title="Die Welthungerhilfe verteilt Wasserkanister." src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/dadaab_verteilung_150.jpg" alt="Die Welthungerhilfe verteilt Wasserkanister." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Welthungerhilfe verteilt Wasserkanister.</p></div>
<p>Die Verteilungen hier in Dadaab laufen ganz anders ab, als ich es von vorherigen Nothilfe-Einsätzen kenne. In der Regel sprechen die Nothelfer ihre Aktivitäten zwar untereinander ab , damit die Hilfe bei den richtigen Personen ankommt. Doch meist verteilt jede Organisation ihre Hilfsgüter wie Essen, Nahrungsmittel, Zelte, Hygieneartikel selbst. Nicht so in Dadaab: Hier hat sich die Welthungerhilfe mit anderen Organisationen zusammengetan, die auch im <strong>Hygienebereich</strong> tätig sind. Wir packen gemeinsam <strong>Versorgungspakete</strong> für die Flüchtlinge. Die großen Säcke, in denen alles eingepackt wird, tausende Kanister, die <strong>Waschschüsseln</strong> und fast die gesamte <strong>Seife</strong> sind zum Beispiel von der Welthungerhilfe. Andere Organisationen steuern weitere Wasserkanister und Eimer bei. Diese Zusammenarbeit mit den anderen Organisationen in Dadaab gefällt mir sehr gut. Es macht wirklich Sinn so zu arbeiten, jeder packt beim anderen mit an und dadurch ist unser Einsatz sehr effektiv.</p>
<p>Was mir derzeit große Sorgen bereitet, ist die <strong>Cholera</strong>: Sie ist in verschiedenen Regionen Somalias  ausgebrochen, nun besteht die Gefahr, dass sie von somalischen Flüchtlingen nach Dadaab eingeschleppt wird. Das wäre eine <strong>Katastrophe</strong>: 400.000 Menschen leben in Dadaab auf engstem Raum, die <strong>Durchfallerkrankung</strong> könnte sich blitzschnell ausbreiten. Damit das nicht passiert, bereiten wir schon jetzt Präventionsmaßnahmen vor. Neben den neu angekommenen <strong>Dürreflüchtlingen</strong> sollen in den nächsten Wochen auch die 300.000 Menschen, die schon seit Jahren hier leben, von der Welthungerhilfe mit Wasserkanistern und Seife versorgt werden. Cholera-Infektionen lassen sich ja schon durch einfache Maßnahmen vermeiden, zum Beispiel indem man sich regelmäßig die Hände wäscht oder sauberes Wasser trinkt. Um das tun zu können, brauchen die Menschen eben <strong>Hilfsgüter</strong> wie Seife oder Wasserkanister. In den nächsten Wochen wollen wir außerdem in einer „Haus zu Haus Kampagne“ darüber informieren, mit welchen Hygienemaßnahmen die Cholera verhindert werden kann.</p>
<p>Dafür, dass sich das <strong>Leben</strong> der Menschen in Dadaab nicht noch weiter verschlechtert oder mangels Hygiene durch<strong> Krankheit</strong> bedroht wird, wird sich die Welthungerhilfe in den kommenden Wochen einsetzen. Dass dies überhaupt so schnell möglich war, ist auch der hohen <strong>Spendenbereitschaft</strong> aus <strong>Deutschland</strong> zu verdanken. Dafür danke ich Ihnen sehr.</p>
<p>Herzliche Grüße aus Dadaab</p>
<p>Ihr Jürgen Mika</p>
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		<title>Besuch im Flüchtlingslager Dadaab &#8211; Hilfe wird dringend benötigt</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 13:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>BaerbelDieckmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre Ostafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Krise & Katastrophen]]></category>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, gerade bin ich von einer Reise aus Kenia zurückgekehrt, auf der ich Dirk Niebel, den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, begleitet habe. Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse war mein Besuch im östlich gelegenen Flüchtlingslager Dadaab. Es &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/besuch-im-fluchtlingslager-dadaab-hilfe-wird-dringend-benotigt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<div id="attachment_1631" class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC01314small-500x350.jpg"><img class="size-full wp-image-1631  " title="Bärbel Dieckmann im Flüchtlingscamp Dadaab" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/DSC01314small-500x350.jpg" alt="Bärbel Dieckmann im Flüchtlingscamp Dadaab" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Bärbel Dieckmann im Flüchtlingscamp Dadaab.</p></div>
<p>gerade bin ich von einer Reise aus <strong>Kenia </strong>zurückgekehrt, auf der ich <strong>Dirk Niebel</strong>, den Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, begleitet habe. Eines meiner eindrücklichsten Erlebnisse war mein Besuch im östlich gelegenen Flüchtlingslager <strong>Dadaab.</strong> <span id="more-1620"></span></p>
<p>Es gilt zurzeit als größtes Flüchtlingslager der Welt. Über 400.000 Menschen halten sich hier auf, darunter sind viele Kinder. Täglich kommen rund 1.500 <strong>Flüchtlinge</strong> hinzu, die nicht wissen, wo sie sonst hin sollen. Doch Dadaab ist ein trauriger Ort &#8211; er liegt mitten in der <strong>Wüste</strong>. Hier ist es staubig, heiß und trocken. Selbst wenn der langerwartete Regen endlich kommen würde, muss ich einsehen: Den Menschen, die hier in Dadaab leben, würde ergiebiger Regen zunächst einmal erhebliche <strong>Probleme</strong> bereiten. Man kann sich kaum vorstellen, wie die Familien mit ihren Kindern, Kranken und alten Menschen wohnen müssen. Es sind einfachste Behausungen oder Zelte. So dringend es hier im Osten Kenias, nahe der somalischen Grenze, auch Wasser braucht – plötzlicher Regen würde die Gegend erst einmal in eine <strong>Schlammwüste </strong>verwandeln.</p>
<p>Auch als ich in Dadaab war, habe ich beobachtet, wie viele Menschen auf das Flüchtlingslager zuströmten. Die <strong>Neuankömmlinge</strong> sind erschöpft und gezeichnet von tagelangen Fußmärschen. Oft haben sie ihren ganzen Besitz zurückgelassen – in der Hoffnung hier etwas zu essen und zu trinken zu bekommen. Zum Glück kann ihnen die Welthungerhilfe helfen: In Camps, die rund um das Flüchtlingslager verstreut liegen, versorgt die Welthungerhilfe Menschen mit einer Grundausstattung an <strong>Kanistern</strong>, <strong>Waschschüsseln</strong>, <strong>Eimern</strong> und <strong>Seife.</strong> Andere Hilfswerke, wie das der Vereinten Nationen (UNHCR) verteilen Nahrungsmittel und Trinkwasser an die Betroffenen. In einem Zelt des <strong>UNHCR</strong> habe ich auch Jürgen Mika, ein Mitglied unseres <strong>Nothilfeteams</strong>, getroffen. Jürgen Mika ist vor kurzem eingetroffen und hilft dabei, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Ich mag mir nicht vorstellen, wie schlecht es den Menschen in Dadaab ginge, wenn nicht die Welthungerhilfe und andere Entwicklungsorganisationen vor Ort wären, um ihnen zu helfen&#8230;</p>
<p>Die Nothilfe, die die <strong>Welthungerhilfe</strong> gerade in Dadaab leistet, ist dringend erforderlich, nichtsdestotrotz soll sie nur vorübergehend sein: Wir müssen für eine politische Lösung kämpfen, damit die Menschen das Lager wieder verlassen und in ihre Heimat zurückkehren können.</p>
<p>In gemeinsamen Gesprächen mit kenianischen Politikern und dem Bundesminister Dirk Niebel waren wir uns deshalb auch einig: Neben der Nothilfe ist längerfristige Hilfe erforderlich, damit die Menschen am Horn von Afrika künftig besser auf <strong>Dürren </strong>vorbereitet sind. Eine Dürre soll für die Menschen in Zukunft keine <strong>Katastrophe</strong> mehr sein, sondern nur noch ein extremes <strong>Naturereignis</strong>.</p>
<p>Doch diese Veränderung wird nicht von heute auf morgen möglich sein. Die Menschen am <strong>Horn von Afrika </strong>werden noch lange auf Unterstützung angewiesen sein. Deshalb unterstützen bitte auch Sie unsere Arbeit, damit wir den Menschen weiter helfen können.</p>
<p>Herzliche Grüße,<br />
Ihre Bärbel Dieckmann</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Staub, Hitze und weit und breit kein Wasser: Ein Besuch im nordkenianischen Marsabit</title>
		<link>http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/besuch-in-marsabit/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 09:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>GuntherSchramm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre Ostafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
		<category><![CDATA[Krise & Katastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre]]></category>
		<category><![CDATA[Marsabit]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leserinnen und Leser, für eine Woche hat mich die Welthungerhilfe in den Norden Kenias geschickt, um die Auswirkungen der aktuellen Dürre systematisch zu erfassen und die erforderlichen Nothilfemaßnahmen vorzubereiten. Als Nothelfer reise ich immer dorthin, wo Menschen aufgrund einer &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/besuch-in-marsabit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leserinnen und Leser,</p>
<div id="attachment_1592" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/schramm_500.jpg"><img class="size-full wp-image-1592" title="Gunther Schramm in Marsabit, Kenia" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/schramm_500.jpg" alt="Nothelfer Gunther Schramm spricht mit Dorfbewohnern im Nordosten Kenias. Die Menschen leiden unter der schwersten Dürre seit 60 Jahren." width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Nothelfer Gunther Schramm spricht mit Dorfbewohnern im Nordosten Kenias. Die Menschen leiden unter der schwersten Dürre seit 60 Jahren.</p></div>
<p>für eine Woche hat mich die <strong>Welthungerhilfe </strong>in den Norden <strong>Kenias</strong> geschickt, um die Auswirkungen der aktuellen <a title="Themenspezial: Dürre in Ostafrika" href="http://www.welthungerhilfe.de/thema-duerre-ostafrika.html" target="_blank">Dürre</a> systematisch zu erfassen und die erforderlichen Nothilfemaßnahmen vorzubereiten. Als <strong>Nothelfer</strong> reise ich immer dorthin, wo Menschen aufgrund einer Katastrophe oder eines Konflikts dringend schnell Hilfe benötigen. Diese Gegend kenne ich besonders gut, denn ich habe mehr als vier Jahre als<strong> Kameltierarzt</strong> in den trockenen Gebieten Nordkenias gearbeitet. Auch wegen dieser persönlichen Beziehung zu der Region, den Menschen und ihren Problemen bereitet mir die Dürre große Sorge.<span id="more-1591"></span><br />
In der Region <strong>Marsabit</strong> ist die Trockenheit besonders schlimm. Meine erste Aufgabe ist es, mit den Menschen zu sprechen und zu erfahren, was sie jetzt am dringendsten brauchen. Keine einfache Aufgabe, denn die kleinen Dörfer liegen weit auseinander und die Straßen sind schlecht. In diese Regionen dringen kaum Hilfsorganisationen vor und die Not der Menschen ist groß.</p>
<p>Auf einer völlig unwegsamen Strecke fahren wir als erstes in das Dorf <strong>Diidadhi</strong>. Der kleine Ort ist auf keiner Karte eingetragen. Wer es finden will, muss seine Koordinaten kennen: Nord 02° 20’ 50’’ und Ost 038° 04’ 69’’. Hier leben die Frauen, Alten und Kinder des Nomadenstammes <strong>Borana</strong>, während die Männer auf der Suche nach Weidegründen mit ihren Tieren von Ort zu Ort ziehen.</p>
<div id="attachment_1597" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/diiidhadi_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1597" title="Das Dorf Diidhadi, Kenia" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/diiidhadi_500-150x150.jpg" alt="In Diidhadi erzählen die Menschen ihre tragische Geschichte von der Dürre." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">In Diidhadi erzählen die Menschen ihre tragische Geschichte von der Dürre.</p></div>
<p>Im Schatten eines Baumes erzählen uns die Menschen, wie sehr die Dürre ihnen zu schaffen macht – eine tragische Geschichte: In Marsabit sind die letzten zwei <strong>Regenzeiten </strong>komplett ausgefallen, die beiden nahe gelegenen <strong>Dämme</strong> sind seit langem ausgetrocknet. Fast alle Tiere sind verhungert oder verdurstet. Die Frauen laufen jeden Tag zu einem <strong>20 Kilometer entfernten Brunnen</strong>, um Wasser für die Familie zu holen. In 20-Liter-Kanistern tragen Sie das wertvolle Nass zurück ins Dorf. Das Wasser wird ausschließlich zum Trinken und Kochen verwendet, zum Waschen reicht es nicht. Sieben bis acht Stunden sind die Frauen jeden Tag unterwegs. Wenn dann noch Zeit ist, versuchen sie Holzkohle zu machen, um durch den Verkauf etwas <strong>Geld für Nahrungsmittel</strong> zu verdienen. Einmal im Monat bringt das <strong>Welternährungsprogramm  der Vereinten Nationen</strong> Grundnahrungsmittel wie Mais, Erbsen und Öl, die unter den Bewohnern aufgeteilt werden. Die kleinen Felder der Familien geben schon seit drei Jahren keine Erträge mehr. Es ist einfach kein Wasser da.</p>
<p>Wir reden einige Stunden mit den Dorfbewohnern. Die Erwartungen an uns sind hoch: Es waren bis jetzt noch keine Vertreter anderer Hilfsorganisationen hier und die nächste Regenzeit wird erst im November erwartet. Das ist noch sehr lange hin &#8211; wenn sie dann überhaupt eintritt.</p>
<div id="attachment_1601" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/marsabit_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1601" title="Marsabit, Kenia" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/08/marsabit_500-150x150.jpg" alt="Die Region Marsabit im Nordosten Kenias ist trocken. Die Dürre macht Mensch und Tier zu schaffen." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Region Marsabit im Nordosten Kenias ist trocken. Die Dürre macht Mensch und Tier zu schaffen.</p></div>
<p>Erst in der Abendsonne fahren wir zurück. Die Gespräche im Auto drehen sich um  die Geschichten der Dorfbewohner und über Möglichkeiten, hier zu helfen. In so einer Situation bietet sich die sofortige <strong>Versorgung mit Trinkwasser</strong> an, das mit Tanklastern in die vorhandenen Wassertanks gefüllt wird. Zusätzlich müssten die vorhandenen Dämme vergrößert werden, um – wenn der Regen wieder eintritt &#8211; mehr <strong>Regenwasser</strong> sammeln und speichern zu können. Diese Arbeit kann von den Dorfbewohnern erledigt werden, die dafür Geld bekommen. Mit diesen „<strong>Cash for Work</strong>“-Maßnahmen werden die Menschen in die Lage versetzt, sich selbst mit Nahrungsmitteln und anderen notwendigen Dingen zu versorgen. Zusätzlich denken wir darüber nach, Heu zu verteilen, um den noch lebenden Ziegen eine bessere Futtergrundlage zu bieten und die Milchproduktion zu ermöglichen. Denn <strong>Milch</strong> ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Nomaden. Eines ist klar: Hier gibt es viel zu tun!</p>
<p>Unser Lager erreichen wir, als es bereits dunkel ist. Ich falle sofort todmüde ins Bett. Neben all den Sorgen habe ich das gute Gefühl, schon einen <strong>entscheidenden Schritt </strong>weitergekommen zu sein. Ich denke, eine sinnvolle Unterstützung der Menschen in Diidadhi ist möglich.<br />
Liebe  Leserinnen und Leser, nach einem Tag im kenianischen Nordosten entlasse ich Sie wieder in Ihren Alltag. Wie dieser auch aussehen mag: Vergessen Sie bitte die Menschen nicht, die wie die Dorfbewohner in Diidadhi in diesem Augenblick ums Überleben kämpfen. <a title="Unterstützen Sie unsere Arbeit" href="http://www.welthungerhilfe.de/duerre-ostafrika-spenden.html" target="_blank">Unterstützen Sie unsere Arbeit im dürregeplagten Ostafrika!</a></p>
<p>Bis zum nächsten Mal!<br />
<strong>Gunther Schramm</strong><br />
&#8212;&#8212;-<br />
<em>Gunther Schramm ist seit 2002 <a title="Das Nothilfeteam der Welthungerhilfe" href="http://www.welthungerhilfe.de/nothilfeteam-mitarbeiter.html" target="_blank">Nothelfer</a> bei der Welthungerhilfe. Geschieht auf der Welt eine Katastrophe, ist es das Nothilfeteam, das innerhalb kürzester Zeit ausrückt, um den akuten Bedarf der Betroffenen zu ermitteln und unmittelbare Soforthilfe zu leisten.</em></p>
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		<title>In Freiheit verhungern: Die Lage der Menschen im Südsudan ist dramatisch</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 06:49:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johan_vanderKamp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger und Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise & Katastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Südsudan]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sudan]]></category>

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		<description><![CDATA[Juba, bald Hauptstadt des jüngsten Staates Afrikas, wird für den großen Tag herausgeputzt. Angestrengt werden hier und da an den Hauptstraßen grünes Gestrüpp gepflanzt oder Flächen bewässert, damit am 9. Juli 2011 – dem Tag an dem der Südsudan offiziell &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/in-freiheit-verhungern-die-lage-der-menschen-im-sudsudan-ist-dramatisch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/huette_suedsudan.jpg"><img class="size-full wp-image-1543" title="Südsudan: Die Lage der Menschen ist dramatisch" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/huette_suedsudan.jpg" alt="Im südsudanesischen Bahr al-Ghazal sind viele neue Dörfer entstanden, deren Bewohner aus dem Nordsudan in ihre alte Heimat zurückkehrten. Doch die Situation der Menschen ist dramatisch." width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Im südsudanesischen Bahr al-Ghazal sind viele neue Dörfer entstanden, deren Bewohner aus dem Nordsudan in ihre alte Heimat zurückkehrten. Doch die Situation der Menschen ist dramatisch.</p></div>
<p><strong>Juba</strong>, bald Hauptstadt des jüngsten Staates Afrikas, wird für den großen Tag herausgeputzt. Angestrengt werden hier und da an den Hauptstraßen grünes Gestrüpp gepflanzt oder Flächen bewässert, damit am <strong>9. Juli 2011</strong> – dem Tag an dem der <a title="Thema: Südsudan" href="http://www.welthungerhilfe.de/thema-suedsudan.html " target="_blank">Südsudan</a> offiziell seine Unabhängigkeit erlangt – wenigstens etwas grünes Gras zu sehen ist. Die Menschen in den Neusiedlungen für Rückkehrer aus dem Nordsudan werden jedoch auch am 9. Juli nicht viel zu feiern haben. Der lang ersehnte Tag der Befreiung hat zu viel gekostet. Mehr als <strong>zwei Millionen Menschen</strong> haben während des langen Bürgerkrieges ihr Leben verloren. Getrennte Staaten, endlich Frieden, keine Toten mehr. Von wegen!<span id="more-1537"></span></p>
<p>Mehr als 800 Haushalte mit durchschnittlich fünf Personen soll es im neuen Dorf <strong>Mangar Akot</strong> im südsudanesischen <a title="Info: Bahr al-Ghazal" href="http://www.welthungerhilfe.de/hintergrund_bahr-al-ghazal.html" target="_blank">Bahr al-Ghazal</a> geben. Wir fahren mit einem kleinen Team von Mitarbeitern der <strong>Welthungerhilfe</strong>, einem Vertreter der Kommission zur Koordination der Nothilfe im Südsudan (SSRRC) und einer <a title="Reportage: Freiheit in Not" href="http://www.welthungerhilfe.de/sudan-freiheit-in-not.html" target="_blank">deutschen Reporterin</a> in die Siedlung. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Menschen beinahe nichts haben. <a title="Zum Blog von Bucay Deng" href="http://123wir.org/de/projekte/sudan/blog/" target="_blank">Bucay Deng</a>, Landesvertreterin der Welthungerhilfe im Südsudan, erklärt, dass wir gekommen sind, um die bedürftigen Familien zu erfassen. Jede Familie soll eine Plane, Seil, ein Buschmesser, einen faltbaren 10-Liter-Kanister und Chlortabletten bekommen. Die Tabletten reichen, um Wasser für eine fünfköpfige Familie für mindesten sechs Monate genießbar zu machen. Diese sogenannten „<strong>Non-Food Items</strong>“ sind Teil eines Nothilfeprojektes der Welthungerhilfe, das durch das Deutsche Auswärtige Amt finanziert wird.</p>
<div id="attachment_1546" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/verteilung_bahr-al-Ghazal.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1546" title="Verteilung von Karten in Bahr al-Ghazal" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/verteilung_bahr-al-Ghazal-150x150.jpg" alt="Die Mitarbeiter der Welthungerhilfe gehen in Mangar Akot von Hütte zu Hütte." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Mitarbeiter der Welthungerhilfe gehen in Mangar Akot von Hütte zu Hütte.</p></div>
<p>Zwei wackelige Tische werden aufgetrieben und bald bilden sich zwei Warteschlangen: eine für Frauen und eine für Männer. Die Vertreter jeder Familie können sich hier registrieren lassen. Dann erhalten sie eine kleine <strong>Karte</strong>, die bei der Verteilung gegen die Hilfsgüter ausgetauscht wird. Doch schnell wird klar, dass die Zuordnung der Menschen zu einzelnen Familien  nur auf Grundlage der mündlichen Angaben kaum möglich ist. Das Team setzt sich zur Beratung zusammen und kommt schnell zu dem Schluss:  Wir müssen <strong>von Hütte zu Hütte</strong> gehen. Das wird viel Zeit und Nerven kosten. Wir teilen uns auf und gehen getrennte Wege, um systematisch jede Hütte abzuklappern. Sobald ich den Schatten des großen Baumes verlasse, bricht mir der Schweiß  aus. Er wird heute mein ständiger Begleiter.</p>
<p>In den nächsten vier Stunden wird uns das gesamte <strong>Leid der Rückkehrer</strong> bewusst. Die meisten Menschen aus dem Südsudan sind vom Körperbau her schon dünn und lang, aber was hier in den elenden Hütten zu sehen ist, ist schier unfassbar. Vor allem Frauen sind so abgemagert, dass die Gesichter eingefallen sind. Die Kinder sind sichtbar <strong>mangelernährt</strong> und viele haben aufgeblähte Hungerbäuche, offene Entzündungen und Ringwürmer. In den meisten Unterkünften sind nur verschlissene Bastmatten zu sehen. Bei denen, die es etwas „bequemer“ haben, stehen Holz- oder Metallbetten – häufig jedoch ohne Matratzen.<br />
Sonst gibt es fast nichts. <strong>Und es gibt vor allem nichts zu Essen!</strong> Die Diskussionen bei jeder einzelnen Hütte nehmen kaum ein Ende. Die Verzweiflung der Menschen ist groß. Unsere Versuche zu erklären, dass wir nur die ganze Familie registrieren können, verhallen. Mit allen Mitteln versucht jeder, eine Karte von uns zu bekommen. Das geht aber nicht: Es hat keinen Sinn, zwei oder drei Planen abzugeben, wenn eine ausreicht, um die ganze Hütte abzudecken. Natürlich möchten wir allen helfen. Aber wir wissen, dass unsere Hilfsgüter nicht ausreichen, und dass es noch tausende andere Familien gibt, die auf die Hilfe  angewiesen sind. Und so ist die Entscheidung bei jeder Hütte knallhart.</p>
<p>Am Ende sind wir sehr müde von den <strong>ständigen Vorwürfen</strong>, wir hätten jemanden vergessen. Wir bleiben aber dabei, dass nur Besitzer von Karten unsere Hilfsgüter erhalten. Die Stimmung bleibt  gereizt und droht zeitweise zu eskalieren. Wir einigen uns darauf, mehrere angeblich ungerechte Entscheidungen nochmals zu untersuchen, und sind noch eine Stunde unterwegs – ohne aber auch nur eine neue Karte auszugeben.</p>
<div id="attachment_1548" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/kinder_ruckkehrer.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1548" title="Kinder in Mangar Akot" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/07/kinder_ruckkehrer-150x150.jpg" alt="Die Not der Rückkehrer im Südsudan ist groß. Die Menschen brauchen dringend Hilfe." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Not der Rückkehrer im Südsudan ist groß. Die Menschen brauchen dringend Hilfe.</p></div>
<p>Mit sehr gemischten Gefühlen kehren wir in unser Lager in <strong>Nyamlel</strong> zurück. Die Hitze, das Flehen der vielen verzweifelten Menschen, die oft sehr schwierigen Entscheidungen über Helfen oder nicht, hat uns allen zugesetzt. Die Stimmung ist bedrückt. Wir reden über die vielen anderen Orte, die wir noch abdecken müssen. Das Team plagt keine Verzweiflung, aber die unterschwellige Wut über das „<strong>Warum</strong>“: Warum müssen so viele Menschen hier so leiden und regelrecht <strong>verhungern</strong>?</p>
<p>Dass die Not im Südsudan groß ist, ist unübersehbar: Überall sind ausgemergelte Menschen, nirgendwo sind Speicher mit Nahrungsmitteln. Hier und da sehen wir, dass die Menschen ihr <strong>Saatgut</strong> für die kommende Saison essen, weil es nichts anderes gibt. Die Folgen – <strong>Ernteausfälle</strong> – sind unabwendbar. Hier bahnt sich eine Katastrophe an. Wir sind uns einig, schon jetzt verhungern einige der Rückkehrer, die wir gesehen haben. <a title="Helfen Sie den Menschen im Südsudan!" href="http://www.welthungerhilfe.de/sudan-spenden.html" target="_blank">Sie brauchen dringend externe Hilfe</a>.</p>
<p>Das Fest der Unabhängigkeit wird am 9. Juli gefeiert. Doch die Lage der Rückkehrer wird dramatisch bleiben. Im freien und unabhängigen Südsudan wird es noch viele Tote geben: Denn der <strong>Preis für die Freiheit</strong> wird mit Menschenleben bezahlt.</p>
<p>&#8212;&#8212;</p>
<p><em>Johan van der Kamp ist als Regionalkoordinator für den Südsudan zuständig. Aufgrund seiner Beobachtungen hat sich die Welthungerhilfe dazu entschlossen, die akute Not der Bevölkerung im Südsudan auch mit Nahrungsmittellieferungen zu lindern. <a title="Helfen Sie den Menschen im Südsudan!" href="http://www.welthungerhilfe.de/sudan-spenden.html" target="_blank">Wir bitten um Ihre  Unterstützung!</a></em></p>
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		<title>Als Nothelfer bei der Welthungerhilfe: Der Koffer ist immer gepackt</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 08:59:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TanjaBeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Krise & Katastrophen]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[Juergen Mika]]></category>
		<category><![CDATA[Nothilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Interview mit Jürgen Mika Jürgen Mika (41) gehört seit über fünf Jahren zum Nothilfeteam der Welthungerhilfe. Von seiner Wahlheimat in Simbabwe aus fliegt er in Katastrophengebiete, um als Ersthelfer den Einsatz der Welthungerhilfe zu koordinieren. Im Gespräch erzählt er, &#8230; <a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/allgemein/als-nothelfer-bei-der-welthungerhilfe-der-koffer-ist-immer-gepackt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Interview mit Jürgen Mika</strong></p>
<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_1484" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_mika_500.jpg"><img class="size-full wp-image-1484 " title="Jürgen Mika nach der Flutkatastrophe in Pakistan. © Grossmann" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_mika_500.jpg" alt="Zuhören und Bedürfnisse erfassen - das muss ein Nothelfer auch in Extremsituationen können: Jürgen Mika (r.) nach der Flutkatastrophe in Pakistan. © Grossmann" width="500" height="350" /></a><p class="wp-caption-text">Zuhören und Bedürfnisse erfassen - das muss ein Nothelfer auch in Extremsituationen können: Jürgen Mika (r.) nach der Flutkatastrophe in Pakistan. © Grossmann</p></div>
<p><em><strong>Jürgen Mika</strong> (41) gehört seit über fünf Jahren zum <a title="Das Nothilfeteam" href="http://www.welthungerhilfe.de/nothilfeteam-mitarbeiter.html" target="_blank">Nothilfeteam der Welthungerhilfe</a>. Von seiner Wahlheimat in Simbabwe aus fliegt er in Katastrophengebiete, um als Ersthelfer den Einsatz der Welthungerhilfe zu koordinieren. Im Gespräch erzählt er, wie diese Einsätze aussehen.</em></p>
<p><em><span id="more-1481"></span><br />
</em></p>
<p><strong>Warum sind Sie Nothelfer? </strong><br />
Ich bin von der Nothilfe überzeugt. Denn die reine <strong>Nothilfe</strong> und natürlich auch der Wiederaufbau finden statt, wenn Hilfe von außen tatsächlich nötig ist, wenn Menschen sich nicht mehr alleine helfen können. Ich packe gern direkt mit an und schreibe nicht so gern Konzepte am Schreibtisch.</p>
<p><strong>Eine Katastrophe tritt ein. Wann wissen Sie, dass Sie als Nothelfer in das Katastrophengebiet ausreisen müssen? </strong><br />
Zunächst findet sehr schnell eine  Lagebesprechung in Bonn statt. Daran nehmen wichtige Vertreter aus der Zentrale der <strong>Welthungerhilfe</strong> teil: die zuständige Regionalgruppe, die Presseabteilung, die Spendenabteilung und natürlich der <a title="Der Vorstand der Welthungerhilfe" href="http://www.welthungerhilfe.de/vorstand.html" target="_blank">Programmvorstand</a>. Die müssen dann entscheiden, ob ein Nothilfeeinsatz nötig ist, und ob sich die Welthungerhilfe daran beteiligt. Ist die Entscheidung gefallen, kriegen wir, die Mitglieder des Nothilfeteams, eine Nachricht. Dann geht es auch schon los. In der Regel sind wir innerhalb von <strong>48 Stunden</strong> vor Ort.<strong> </strong></p>
<p><strong>Können Sie sich in der kurzen Zeit auf den Einsatz vorbereiten? </strong><br />
Ich schaue bereits die Nachrichten anders als andere Menschen. Wenn es einen <strong>Tsunami </strong>oder ein <strong>Erdbeben</strong> gibt, denke ich immer: Das könnte der nächste Einsatz für mich sein. Wenn ich weiß, dass es losgeht, bereite ich mich nicht groß vor. Oft lese ich noch schnell etwas über die Gepflogenheiten vor Ort und nutze die Informationen, die mir die Regionalgruppe zukommen lässt.<br />
Packen muss ich aber nie viel: Mein <strong>Koffer</strong> ist immer bereit. Da kommen noch die entsprechenden Klamotten rein – je nachdem wo es hingeht – fertig.</p>
<div id="attachment_1491" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><strong><strong><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_hilfsgueter_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1491" title="Hilfsgüter in Pakistan" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_hilfsgueter_500-150x150.jpg" alt="Nach der Flut in Pakistan sorgte Mika für die Verteilung von Hilfsgütern an die Opfer." width="150" height="150" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Nach der Flut in Pakistan sorgte Mika für die Verteilung von Hilfsgütern an die Opfer.</p></div>
<p><strong>War es auch bei  der Flutkatastrophe Pakistan so? </strong><br />
Nein, da war es etwas anders. Ich war zufällig in <strong>Deutschland</strong>, weil ich Urlaub machen wollte. Mein Einsatz in Kirgistan war gerade vorbei. Es hat ein paar Tage gedauert bis wir loslegen konnten. Ich hatte mich aber schon  darauf eingestellt, auszureisen, und vorsichtshalber ein <strong>Visum</strong> beantragt. Ich bin dann eine Woche später zur Unterstützung unseres <a title="Alliance2015" href="http://www.welthungerhilfe.de/?id=5107" target="_blank">Alliance2015</a>-Partner <strong>CESVI</strong> nach <a title="Flutkatastrophe in Pakistan" href="http://www.welthungerhilfe.de/pakistan-flutkatatsrophe.html" target="_blank">Pakistan</a> gereist.</p>
<p><strong>Wie muss man sich das vorstellen, als einer der ersten in einem Katastrophengebiet anzukommen? </strong><br />
<a title="Thema: Krisen und Katastrophen" href="http://www.welthungerhilfe.de/konflikte-katastrophen-spezial.html" target="_blank">Katastrophen</a> haben zunächst einmal eines gemeinsam: das anfängliche <strong>Chaos</strong>. Doch auch wenn ich als Ersthelfer einreise, bin ich selten alleine. Denn wir leisten in der Regel nur dort Nothilfe, wo wir bereits Projekte und einen<strong> lokalen Partner</strong> haben. So sind schon Strukturen da, die wir nutzen: ein Büro, Transportmöglichkeiten oder logistische Unterstützung.</p>
<p><strong>Gibt es eine feste Vorgehensweise, wie Ihre ersten Schritte im Einsatzland aussehen? </strong><br />
Ja, schon. Das erste, um das ich mich kümmere, ist eine Unterkunft. Oft wird ein Hotel gleichzeitig mein Büro und meine Schlafstätte. Dann nehme ich Kontakt zu den <strong>Vereinten Nationen</strong> auf, die die Hilfe vor Ort koordiniert. Das geschieht nach unterschiedlichen Themen: Wasser und Sanitär, Obdach, Nahrungssicherheit, und andere. Dort erkundige ich mich auch darüber, wer wo was macht und wo Hilfsbedarf besteht. So stimmen wir unsere Hilfe mit den anderen <strong>Hilfsorganisationen</strong> ab.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1499" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><strong><strong><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_logistik_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1499" title="Logistik von Hilfsgütern" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/pak_logistik_500-150x150.jpg" alt="Bei Nothilfeeinsätzen muss man auch schon mal improvisieren - gerade in der Logistik." width="150" height="150" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Bei Nothilfeeinsätzen muss man auch schon mal improvisieren - gerade in der Logistik.</p></div>
<p><strong>Müssen Sie manchmal auch improvisieren? </strong><br />
Ja, das kommt durchaus vor. Zum Beispiel als ich nach Erdrutschen am Vulkan Mayon im Jahr 2007 auf den <strong>Philippinen </strong>war. Ich hatte die finanziellen Mittel für die Ersthilfe erhalten, doch eine Beschaffung der benötigten <strong>Hilfsgüter</strong> im weit entfernten Manila wäre zu zeitaufwendig gewesen. Also haben wir so viele Hilfsgüter wie möglich direkt in dem Gebiet aufgekauft: Decke, Töpfe und Seife. Am Ende stand ich mit recht vielen Einkaufswägen an der Kasse eines lokalen Warenmarktes. Das war schon ungewöhnlich.</p>
<p>Ein anderes Mal wollten wir zu philippinischen Dörfern fahren, die nur auf dem Seeweg zu erreichen waren. Im Hafen standen unsere mit Hilfsgütern beladenen LKW, doch  das georderte <strong>Boot</strong> kam nicht. Da haben wir spontan ein paar Fischer angeheuert, die uns auf die andere Seite brachten.</p>
<p><strong>Stichwort Katastrophenvorsorge: Hätten die Katastrophen, zu denen sie ausgereist sind, durch Vorsorgemaßnahmen verhindert werden können? </strong><br />
Das ist unterschiedlich. Die <strong>Japaner</strong> haben das Wort &#8220;Tsunami&#8221; erfunden. Doch trotz aller Tsunami-Warnsysteme und Wellenbrecher vor der Küste konnten sie die Katastrophe nicht verhindern.</p>
<p>Andere Katastrophen, wie die Erdrutsche auf den Philippinen, hätte man durchaus vermeiden können.  Hier treten immer wieder schwere Regenfälle auf. Das Wasser schwemmt den Boden auf den Hängen weg, der von den <strong>Palmplantagen</strong> nicht gehalten wird. Alle natürliche Vegetation ist längst gerodet. Aber ich verstehe die Menschen auch: Sie leben von Palmöl, Kokosnüssen und anderen Dingen, die von den Palmen kommen. Das ist ihre Lebensgrundlage. Und natürlich wollen sie dann so viel wie möglich davon anpflanzen. Ich habe Verständnis, dass die Menschen etwas verdienen wollen. Auf der anderen Seite sind dann ein Teil der Katastrophen hausgemacht.</p>
<p>Auch in <a title="Flutkatastrophe in Pakistan" href="http://www.welthungerhilfe.de/pakistan-flutkatatsrophe.html" target="_blank">Pakistan</a> kommt es immer wieder zu Fluten – wenn auch selten in einem Ausmaß wie im vergangenen Sommer. Soviel ich weiß, haben vergangenes Jahr einige Großgrundbesitzer ihre Schleusen nicht geöffnet, um ihr Farmland zu schützen. Anstatt in die vorgesehenen <strong>Überschwemmungsgebiete</strong> ist das Wasser dann in die Dörfer gelaufen. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch so zu verheerenden Überschwemmungen gekommen wäre. Aber es ist genau dasselbe wie in Deutschland: Wenn der <strong>Rhein</strong> Hochwasser trägt und die Anrainer im Süden die Schleusen zu den natürlichen Überschwemmungsgebiete nicht öffnen, dann steht <strong>Köln </strong>unter Wasser.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_1502" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><strong><strong><a href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/Phil_manyon_500.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-1502" title="Mount Manyon auf den Philippinen" src="http://www.welthungerhilfe-blog.de/wp-content/uploads/2011/06/Phil_manyon_500-150x150.jpg" alt="Die Hänge des Mount Manyon auf den Philippinen müssen häufig starken Regenfällen standhalten. © Klindtworth" width="150" height="150" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Die Hänge des Vulkan Mayon auf den Philippinen müssen häufig starken Regenfällen standhalten. © Klindtworth</p></div>
<p><strong>Ist die Vorsorge vor künftigen Katastrophen bereits Teil der Maßnahmen in der Nothilfephase? </strong></p>
<p>Nein, in der Nothilfephase geht es ums nackte <strong>Überleben</strong>. Da kümmert man sich nicht um solche Dinge. In der Wiederaufbauphase jedoch wird dann schon sehr viel Wert darauf gelegt, dass über Vorsorge nachgedacht wird. Wieder ein Beispiel aus <a title="Hilfsprojekt in Pakistan" href="http://www.welthungerhilfe.de/?id=3710" target="_blank">Pakistan</a>:  Die neuen Häuser, die von der Welthungerhilfe hier gebaut werden, sind besser geschützt vor zukünftigen Fluten als die alten. Sowohl was das Material angeht, als auch die Bauweise.<strong><br />
Wie wichtig ist es, dass die Menschen vor Ort die Vorsorgemaßnahmen mittragen? </strong><br />
Sehr wichtig. Ohne die Menschen vor Ort machen Vorsorgemaßnahmen keinen Sinn. Wir arbeiten deswegen immer eng mit der Bevölkerung und auch mit Regierungsvertretern zusammen.</p>
<p><strong>Wie sieht Ihr Fazit nach über fünf Jahren Nothilfeerfahrung aus? Hat sich etwas geändert? </strong><br />
Rupert Neudeck, der Gründer von <strong>Cap Anamur</strong>, sagte einmal, die Nothilfe habe ihre Unschuld verloren. Es besteht für alle Hilfsorganisationen immer die Gefahr, dass ihre Arbeit in den Ländern aber auch in Europa Teil einer politischen Strategie wird. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Entscheidungen, welche Projekte wo und wann gemacht werden, rein von der <strong>Politik</strong> entschieden werden und nicht mehr von <strong>humanitären Erwägungen</strong> getragen sind.</p>
<p>Nach großen Katastrophen tauchen auch manchmal sehr unerfahrene Organisationen auf. Leider wird dann auch immer wieder viel falsch gemacht. Die <a title="Über die Welthungerhilfe" href="http://www.welthungerhilfe.de/ueber_uns.html" target="_blank"><strong>Welthungerhilfe </strong></a>dagegen  hat eine lange Tradition in der Nothilfe. Sie verfügt über  sehr erfahrene Mitarbeiter, die schon lange dabei sind und die auch eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen. Das darf man nicht unterschätzen, gerade auch im Umgang mit der lokalen Bevölkerung und Regierungsvertretern.</p>
<p><strong>Vielen Dank!</strong></p>
<p><em>Lesen Sie weiter: Während seines Nothilfeeinsatzes bloggte <a title="Blogs von Jürgen Mika" href="http://www.welthungerhilfe-blog.de/author/JuergenMika/" target="_blank">Jürgen Mika aus Pakistan</a>. </em></p>
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